Beiträge von vera

    Die Geschichte mit dem Zug auf der Wittower Fähre finde ich auch immer wieder erstaunlich – heute kaum vorstellbar, dass eine Bahn samt Wagen übers Wasser gesetzt wurde. Viele Urlauber kennen vom Roland ja nur Putbus–Göhren und wundern sich dann, wie weit das frühere Kleinbahnnetz eigentlich reichte. Für mich gehört genau dieses „mitten durchs Dorf“-Fahren dazu; wenn in Seelvitz oder Baabe die Schranke runtergeht, fühlt sich das trotz Touristenandrang noch ein bisschen nach Alltagsbahn an.

    Alte Fotos aus DDR-Zeiten würden mich ebenfalls interessieren, besonders von den kleinen Bahnhöfen und den Güterzügen. Weiß jemand, wann die Verbindung zur Wittower Fähre endgültig eingestellt wurde?

    Zum Hafen Mukran fällt mir ein, dass er für Rügen weit mehr ist als nur der Fährhafen nach Bornholm und Schweden: Die Logistik, die Industrieansiedlungen und die Arbeitsplätze dort sind für die Inselwirtschaft schon ein wichtiger Gegenpol zum reinen Tourismus. Gleichzeitig merkt man vor Ort natürlich, dass mehr Schwerverkehr und größere Anlagen nicht überall auf Begeisterung stoßen. Gerade dieser Wandel vom DDR-Verkehrsprojekt zum modernen Industrie- und Logistikstandort ist eigentlich ein ziemlich spannendes Stück Rügener Wirtschaftsgeschichte.

    Ich würde „Heilwasser“ auch lieber in Anführungszeichen setzen. Der Kältereiz kann sich für manche gut anfühlen, aber Immunsystem und Herz-Kreislauf werden dadurch nicht automatisch „intakt“ – da wird mir in solchen Biohacking-Texten oft zu viel versprochen. Nach über 20 Jahren Rügenurlaub mit Familie und Hund bleibe ich da eher bei: kurz, kontrolliert und nur, wenn man gesund ist.

    Im Winter nie allein ins Wasser, vorher den Ausstieg anschauen und Handy sowie warme Sachen griffbereit halten. An der offenen Küste würde ich es Anfängern überhaupt nicht empfehlen; ein geschütztes Boddenufer ist zwar ruhiger, aber rutschige Steine und Strömung bleiben. Und nach dem Bad nicht noch stolz eine lange Runde durch die Granitz erzwingen – erst mal vernünftig aufwärmen. Macht ihr das regelmäßig an einem bestimmten Ufer oder eher nur spontan, wenn das Wetter passt?

    Mir schwirrt schon länger eine ganz andere Idee im Kopf rum: Wieso bringen wir nicht touristische Konzepte und Energieprojekte irgendwie zusammen? Also statt immer nur Kontra oder Pro Terminal zu diskutieren – wie wär’s, wenn Mukran zumindest als Ort für echten Dialog UND transparente Zukunftspläne genutzt wird? So nach dem Motto „Kommen, diskutieren, sehen – und selbst mit gestalten“. Gibt doch ziemlich coole Formate, wo Besucher, Insulaner und Politik aufeinandertreffen und gemeinsam Entwürfe machen (gibts ja in anderen Ländern schon). Vielleicht kommt so endlich mal ’ne Lösung raus, mit der man später leben will – nicht nur leben muss… 🎈

    Könntet ihr euch vorstellen, dass so ein Mix aus Energiewende, Öko-Tourismus und echter Bürgerbeteiligung Rügen nochmal in eine ganz neue Richtung bringt?

    Ich hab mal gelesen, dass es dort manchmal so Mini-Märkte oder spontane Fischverkäufe direkt an den Kuttern gibt – ist das tatsächlich so, oder war das nur Zufall, als ich da langgeeiert bin? 😅 Fand diese improvisierte Stimmung charmant, aber bin mir ehrlich gesagt unsicher, ob das regelmäßig stattfindet oder rein vom Wetter/Laune der Fischer abhängt. Ist jetzt vielleicht ne blöde Frage, aber kennt jemand ansonsten so eine Art „Lieblingsmoment“ im Sassnitzer Hafen, der einem ohne großen Trubel in Erinnerung geblieben ist?

    Ich frage mich schon länger, warum es fast nur die üblichen „Hundewillkommen“-Basics gibt – da wäre doch noch so viel Luft nach oben! Wieso nicht mal ein Spielplatz oder Abenteuerparcours direkt auf dem Hotelgelände, also so ne Art Mini-Hunde-Outdoorpark? Oder regelmäßig kleine Hunde-Events wie gemeinsames Austoben am Strand? 😅 Ich hätte jedenfalls voll Bock drauf, statt nur auf die Standard-Gassi-Route zu gehen…