Die Jaromarsburg am Kap Arkona: Das sagenhafte Bollwerk der Ranen auf Rügen

  • MarioBielitz hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    MarioBielitz
    26. September 2026 um 15:59

    Zitat
    Hoch oben auf den kreideweißen Klippen des Kap Arkona thronte einst eines der mächtigsten Heiligtümer des Ostseeraums: die Jaromarsburg. Als uneinnehmbares Bollwerk des slawischen Stammes der Ranen schützte sie den vierköpfigen Gott Svantevit und zeugte von einer Blütezeit, die in ganz Nordeuropa gefürchtet und bewundert wurde. Doch das Jahr 1168 besiegelte ihr feuriges Ende. Heute kämpft die Burg einen neuen, stillen Kampf – nicht gegen feindliche Flotten, sondern gegen die Naturgewalten. Jahr für Jahr reißt die stürmische Ostsee Teile der einstigen Festung in die Tiefe. Dieser Artikel nimmt Dich mit auf eine Spurensuche zwischen Mythos, Historie und der rauen Küstenrealität unserer Insel.
  • Bei der Jaromarsburg wird ja gern das Bild einer riesigen uneinnehmbaren Festung gezeichnet – archäologisch war es wohl eher eine stark befestigte Kult- und Fluchtanlage mit Wällen, Gräben und dem berühmten Svantevit-Heiligtum. 1168 wurde sie von den Dänen unter Waldemar I. erobert und zerstört, was dann oft als „Ende der Ranen“ erzählt wird, obwohl die Bevölkerung natürlich nicht einfach verschwunden ist.

    Vom eigentlichen Heiligtum liegt heute ja vieles unter der Ostsee, und am Kap sieht man nur noch einen kleinen Rest der Wallanlage.

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