Mir fällt immer wieder auf, wie verschiedene Veranstaltungen ein eigenes kleines Universum an Erlebnissen bieten – fast so wie ein bunter Flickenteppich aus Erinnerungen, Geschichten und Begegnungen. Gerade auf Rügen habe ich oft gespürt, dass die großen Events wie die Störtebeker Festspiele zwar ein echter Magnet sind – klar, das Feuerwerk auf dem Boddenhimmel bleibt unvergessen! – aber die kleinen, regionalen Feste geben einem oft noch mehr das Gefühl, wirklich dazuzugehören.
Was ich sehr schätze: Diese fast vergessenen Traditionen, die in abgelegenen Dörfern wieder aufleben, etwa beim Heringsfest oder den regionalen Erntedankfeiern. Da wird geschnackt, gekocht, getanzt, und sogar manch alter Volkstanz findet wieder seinen Platz. Als ich das letzte Mal beim Binzer Sommerfest war, hatte ich einen riesigen Spaß beim gemeinsamen Backen von Sanddornbrötchen – so was bleibt doch hängen! Ach, apropos Sanddorn… ich muss dringend Nachschub holen für meinen Wintervorrat – die Stände auf den Märkten sind ideal dafür. 🙃
Manchmal reicht schon eine kleine Begegnung bei Live-Musik am Strand oder ein Gespräch beim Apfelkuchen am Feldrand, um das Gefühl zu wecken, Teil einer langen Geschichte zu sein. Und wenn dann noch jemand von den älteren Einheimischen eine Anekdote von früher zum Besten gibt, kann ich nicht anders, als voller Optimismus in die Zukunft zu schauen und darauf zu hoffen, dass solche Momente nie verschwinden. Ehrlich, ich finde, gerade diese improvisierten oder halb-spontanen Zusammenkünfte, wie in Middelhagen, machen die Kultur auf Rügen so charmant – da geht es um´s Miteinander, nicht um den großen Show-Effekt.
Was mich interessieren würde: Gibt es für euch so einen bestimmten Moment auf einem Fest oder bei einer Veranstaltung auf Rügen, der euch persönlich “angekommen” fühlen ließ – als Teil von etwas, das größer ist als das Event selbst? Oder erlebt ihr dieses Gefühl eher im kleinen Kreis unter Bekannten?