Zickerschen Berge

  • Die Zickerschen Berge (auch Zickersche Alpen genannt) sind ein bis zu 66 Meter hohes, hügeliges Endmoränengebiet auf der Halbinsel Mönchgut im Südosten Rügens. Die weitgehend baumlose Trockenrasenlandschaft gehört zum Biosphärenreservat Südost-Rügen und bietet spektakuläre Panoramaausblicke über den Greifswalder Bodden, die Hagensche Wiek und die offene Ostsee.

    1 Hintergrund & Entstehung / Geschichte

    • Geologische Entstehung: Die Höhenzüge entstanden während der letzten Weichsel-Kaltzeit vor rund 12.000 Jahren als markante Stauch- und Endmoränen durch vorrückende Gletschermassen.
    • Kulturlandschaft: Ihr charakteristisches, steppenartiges Aussehen verdanken die Hügel jahrhundertelanger intensiver Beweidung durch Schafe und Ziegen der Mönchguter Bauern, wodurch ein dichter Bewuchs mit Wald dauerhaft verhindert wurde.
    • Flora & Fauna: Es handelt sich um wertvolle Magerrasen- und Trockenrasenbiotope. Hier wachsen seltene Pflanzen wie Silbergras, Sand-Strohblume und Wiesensalbei; zudem bieten die sonnenexponierten Hänge Lebensraum für Schlingnattern, Neuntöter und zahlreiche Schmetterlingsarten.
    • Höchste Erhebung: Der Bakenberg bildet mit ca. 66 m ü. NHN den höchsten Punkt des Ensembles.

    2 Standort & Wanderbezug

    • Region: Südöstliches Rügen, Halbinsel Klein Zicker / Groß Zicker (Gemeinde Mönchgut).
    • Koordinaten (Bakenberg): ca. 54.2936° N, 13.6872° E
    • Typischer Ausgangspunkt: Parkplatz am Ortseingang des denkmalgeschützten Fischerdorfs Groß Zicker (Nähe Pfarrwitwenhaus) oder vom Hafen Gager.
    • Wanderwege: Ein ca. 7 bis 9 km langer Rundwanderweg führt über den Kamm der Berge, vorbei am Bakenberg, durch die Höft-Schlucht und zurück über die Boddenküste.

    3 Praxis-Tipps für Besucher

    • Beste Besuchszeit: Früher Morgen oder später Nachmittag zum Sonnenuntergang – zu diesen Zeiten betont das flache Licht das Relief der Grashügel ideal für Landschaftsfotografen.
    • Ausrüstung: Feste Wanderschuhe mit griffigem Profil (trockener Lehm und kurzes Gras können bei Gefälle rutschig sein); Windjacke einpacken, da die Kammlagen ungeschützt im Seewind liegen.
    • Naturschutzregeln: Da es sich um die Kernzone des Biosphärenreservats handelt, gilt strikte Wegepflicht. Hunde müssen zum Schutz bodenbrütender Vögel zwingend an der Leine geführt werden.
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