Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz bilden mit sieben erhaltenen Megalithanlagen die größte und am besten erhaltene Konzentration neolithischer Grabbauten auf Rügen. Errichtet vor rund 5.000 Jahren durch frühe Ackerbauern der Trichterbecherkultur, dienten die monumentalen Findlingskonstruktionen als kollektive Bestattungsplätze und rituelle Kultstätten für Generationen.
Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele
Die Hünengräber oder Megalithgräber sind die ältesten erhaltenen Baudenkmäler auf der Insel Rügen. Sie stammen aus der Jungsteinzeit (Neolithikum), etwa aus der Zeit zwischen 3.500 und 2.800 v. Chr., und wurden von den Menschen der sogenannten Trichterbecherkultur errichtet. Diese monumentalen Grabanlagen bestehen aus riesigen, unbehauenen Findlingen (Megalithen), die während der letzten Eiszeit auf die Insel transportiert wurden.
Hiddensee ist eine autofreie, rund 16,8 Kilometer lange Ostseeinsel westlich von Rügen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Bekannt als das „Söte Länneken“ (süßes Ländchen), vereint sie dramatische Steilküsten im hügeligen Norden mit weiten Heidelandschaften, Sanddünen im Süden und einer traditionsreichen Vergangenheit als berühmte Künstler- und Literatenkolonie.
Das Jagdschloss Granitz ist ein markantes Bauwerk des romantischen Historismus auf dem 107 Meter hohen Tempelberg inmitten des Waldgebietes Granitz. Erbaut im Auftrag von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus, besticht das meistbesuchte Schloss Mecklenburg-Vorpommerns durch seinen 38 Meter hohen Aussichtsturm mit einer freitragenden, gusseisernen Wendeltreppe von Karl Friedrich Schinkel.
Die Bodden sind eine charakteristische Landschaftsform für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns und prägen insbesondere die Insel Rügen. Es handelt sich um flache, buchtenartige Küstengewässer, die durch Landzungen, sogenannte Nehrungen, nur durch schmale Öffnungen von der offenen Ostsee getrennt sind. Dadurch sind sie sehr seicht, haben einen geringeren Salzgehalt als die Ostsee und erwärmen sich im Sommer schneller. Ihr Wasser ist oft bräunlich gefärbt, was auf den hohen Anteil an Huminstoffen aus den umliegenden Mooren zurückzuführen ist.
Die Kreidefelsen sind das wohl bekannteste Wahrzeichen der Insel Rügen und ein Symbol für die deutsche Romantik. Die beeindruckende, leuchtend weiße Felsformation erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Küste im Nationalpark Jasmund. Die ständige Erosion durch Wind und Wasser formt die Küste immer wieder neu und sorgt für dramatische Abbrüche, die die Vergänglichkeit und die Kraft der Natur verdeutlichen. Die Felsen entstanden vor rund 70 Millionen Jahren aus den kalkhaltigen Überresten kleinster Meereslebewesen.
Das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker auf der Halbinsel Mönchgut ist eines der ältesten und am besten erhaltenen historischen Wohngebäude auf der Insel Rügen. Es wurde 1720 erbaut und diente, wie der Name schon sagt, als Wohnsitz für die Witwen der örtlichen Pastoren. Das malerische, reetgedeckte Fachwerkhaus ist ein eindrucksvolles Zeugnis der ländlichen Bau- und Lebensweise des 18. Jahrhunderts.
Prora ist einer der ambivalentesten und monumentalsten Orte auf Rügen. Hier, an der Bucht Prorer Wiek zwischen Sassnitz und Binz, steht der "Koloss von Rügen", ein gigantischer, 4,5 Kilometer langer Gebäudekomplex, der zwischen 1936 und 1939 von der nationalsozialistischen Organisation "Kraft durch Freude" (KdF) erbaut wurde. Geplant war ein Seebad für 20.000 Menschen, das als Propagandaprojekt die Volksgemeinschaft inszenieren sollte. Durch den Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Bau jedoch nie vollendet und als Ferienanlage genutzt.
Der "Rasende Roland" ist der liebevolle Spitzname für die Rügensche BäderBahn, eine historische Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 Millimetern. Seit 1895 dampft die Bahn unermüdlich über die Insel und verbindet die bekannten Seebäder Putbus, Binz, Sellin, Baabe und Göhren miteinander. Eine Fahrt mit dem "Roland" ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Die sorgfältig restaurierten, historischen Waggons werden von über 100 Jahre alten Dampflokomotiven gezogen, die fauchen, zischen und eine beeindruckende Dampfwolke hinter sich herziehen.
Der Rügen-Markt in Thiessow auf der Halbinsel Mönchgut ist ein besonderer Bauern- und Erlebnismarkt, der von Mai bis Oktober stattfindet. Er hat sich dem Motto "regional, original, saisonal" verschrieben und bietet eine Plattform für Erzeuger, Handwerker und Künstler direkt von der Insel und aus der unmittelbaren Umgebung. Hier können Besucher die authentischen Produkte und die kulinarische Vielfalt Rügens entdecken und direkt mit den Herstellern ins Gespräch kommen.
Neuste Lexikon-Einträge
Die Schmale Heide ist eine rund 9,5 Kilometer lange und etwa zwei Kilometer breite Nehrung auf Rügen. Als nacheiszeitliche Landbrücke verbindet sie die Halbinsel Jasmund mit der Granitz. Sie trennt die offene Ostsee (Prorer Wiek) vom Kleinen Jasmunder Bodden und beherbergt geschützte Dünen-, Heide- und Küstenwaldlandschaften.
Caspar David Friedrich (1774–1840) war der bedeutendste Landschaftsmaler der deutschen Frühromantik. Gebürtig in Greifswald, fand er auf der Insel Rügen seine prägendsten Bildmotive. Seine melancholisch-erhabenen Naturdarstellungen – insbesondere das weltberühmte Gemälde Kreidefelsen auf Rügen – machten die wilde Inselnatur zu einer zeitlosen Ikone der europäischen Kunstgeschichte.
Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz bilden mit sieben erhaltenen Megalithanlagen die größte und am besten erhaltene Konzentration neolithischer Grabbauten auf Rügen. Errichtet vor rund 5.000 Jahren durch frühe Ackerbauern der Trichterbecherkultur, dienten die monumentalen Findlingskonstruktionen als kollektive Bestattungsplätze und rituelle Kultstätten für Generationen.