Hünengräber (Megalithgräber)

  • Die Hünengräber oder Megalithgräber sind die ältesten erhaltenen Baudenkmäler auf der Insel Rügen. Sie stammen aus der Jungsteinzeit (Neolithikum), etwa aus der Zeit zwischen 3.500 und 2.800 v. Chr., und wurden von den Menschen der sogenannten Trichterbecherkultur errichtet. Diese monumentalen Grabanlagen bestehen aus riesigen, unbehauenen Findlingen (Megalithen), die während der letzten Eiszeit auf die Insel transportiert wurden.

    Auf Rügen gab es einst Hunderte dieser Großsteingräber, von denen heute noch über 50 in unterschiedlichem Erhaltungszustand zu finden sind. Besonders gut erhaltene Anlagen sind die sieben Gräber bei Lancken-Granitz oder das Grab "Riesenberg" bei Nobbin auf der Halbinsel Wittow. Man unterscheidet verschiedene Bautypen wie Urdolmen, erweiterte Dolmen und Ganggräber, die als kollektive Bestattungsorte für ganze Sippen dienten.

    Diese steinernen Zeugen der Vorzeit sind von einer mystischen Aura umgeben und regen die Fantasie an. Viele Legenden und Sagen ranken sich um die "Hünen" (Riesen), die diese Steine angeblich aufgetürmt haben sollen. Die Megalithgräber sind nicht nur faszinierende Ausflugsziele, sondern auch wichtige archäologische Quellen, die Einblicke in die Jenseitsvorstellungen und die soziale Organisation der ersten sesshaften Bauern auf der Insel geben.

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