Die Kreideküste ist jedoch ein dynamisches System, das ständiger Erosion durch Regen, Frost und die Wellen der Ostsee ausgesetzt ist. In der Nacht des 24. Februar 2005 kam es zu einem gewaltigen Kreideabbruch, bei dem die beiden Hauptzinnen der Wissower Klinken und große Teile des dahinterliegenden Ufers ins Meer stürzten. Dieses Ereignis machte auf dramatische Weise die Vergänglichkeit dieser einzigartigen Naturlandschaft bewusst.
Auch wenn die ursprünglichen Klinken heute nicht mehr existieren, ist der Ort weiterhin von großer Bedeutung. Er zeigt eindrucksvoll die natürlichen Prozesse, die die Küste Rügens formen. Die wissenschaftliche Debatte, ob nun die Klinken oder doch eher der Bereich am Königsstuhl Friedrichs wahre Inspiration waren, hält an. Der Name "Wissower Klinken" steht heute symbolisch für die ebenso faszinierende wie fragile Schönheit der Kreideküste.