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Warum das Füttern von Möwen auf Rügen verboten ist?!

  • MarioBielitz
  • 25. Oktober 2026 um 15:19
  • 6 Mal gelesen
  • 0 Antworten
Angriff der Möwen auf Rügen
Kreischende Silbermöwen im Aufwind über der Selliner Seebrücke oder auf den historischen Kutterdecks im Sassnitzer Stadthafen prägen die akustische und visuelle Identität der Insel Rügen. Doch die vermeintlich harmlose Geste, den Seevögeln ein Stück Brötchen oder einen Pommes-Splitter zuzuwerfen, befeuert eine tiefgreifende ökologische, veterinärmedizinische und kommunalpolitische Krise. Anthropogene Nahrung überlastet die hochspezialisierte Osmoregulation der Vögel, führt durch quellendes Weißbrot zum schleichenden Tod durch Mangelernährung bei vollem Magen und provoziert Fehlbildungen wie das Kippflügel-Syndrom bei Jungtieren. Gleichzeitig konditioniert das Füttern einen aggressiven Kleptoparasitismus, auf den Inselgemeinden wie Sassnitz und Binz sowie die Hansestadt Stralsund mit strikten Fütterungsverboten und Bußgeldrahmen von bis zu 5.000 Euro reagieren.
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Bestandsaufnahme an Rügens Küsten
  2. Geografie, Artenvielfalt und historische Ornithologie auf Rügen
    1. Die Möwenarten der Insel Rügen und ihre biologischen Merkmale
    2. Historische Entwicklung zwischen Fischereiwandel und Naturschutz
  3. Physiologische und veterinärmedizinische Folgen der Fehlernährung
    1. Osmoregulation und die Belastung der supraorbitalen Salzdrüsen
    2. Gastrointestinale Pathologie, das Kippflügel-Syndrom und ökologische Sekundärschäden
  4. Verhaltensbiologie und kommunale Rechtslage in der Gegenwart
    1. Kleptoparasitismus und kognitive Konditionierung im Licht der Forschung
    2. Kommunale Fütterungsverbote und Bußgeldkataloge auf Rügen
  5. Praxis-Leitfaden für den Küstenalltag und die Naturfotografie
    1. Präventionsstrategien zum Schutz von Speisen an Hotspots wie Sassnitz und Sellin
    2. Ethische Naturfotografie und Lichtverhältnisse ohne Anfüttern
  6. Der Insel-Mythencheck: Seemannsgarn und Irrtümer im Faktencheck
    1. Mythos 1: „Die Ostsee ist leer gefischt – ohne das Brot der Urlauber verhungern die Möwen!“
    2. Mythos 2: „Auf Rügen herrscht eine unkontrollierte Möwenplage, und alle Möwen sind aggressiv!“
    3. Mythos 3: „Ein Fischbrötchen besteht doch aus Fisch – das ist artgerechte Nahrung für Seevögel!“
    4. Mythos 4: „Möwen sind die wiedergeborenen Seelen ertrunkener Seeleute, die ihren Tribut fordern!“
  7. Häufig gestellte Fragen zum Möwenfütterungsverbot auf Rügen
    1. Gilt das Bußgeld auch, wenn ein Stück Fischbrötchen versehentlich zu Boden fällt?
    2. Muss ich eine Strafe zahlen, wenn mir eine Möwe das Essen aus der Hand reißt?
    3. Wie hoch fällt das Bußgeld bei einem ersten Verstoß in der Praxis tatsächlich aus?
    4. Was sollten Hundebesitzer an Rügens Stränden im Umgang mit Möwen beachten?
    5. Sind die Fischbrötchen-Hotspots in Sassnitz und Sellin barrierefrei zugänglich?
    6. Was tun, wenn eine Möwe während der Brutzeit Scheinangriffe vom Hausdach fliegt?
    7. Darf man im Winter bei Frost auf Rügen Enten, Schwäne oder Möwen füttern?
    8. Wie verhält man sich, wenn man am Strand einen Vogel mit Kippflügeln findet?
    9. Warum stehen Möwen unter Naturschutz, obwohl Städte Maßnahmen gegen sie ergreifen?
    10. Welche Rolle spielen offene Mülleimer und Strandabfälle bei dem Problem?
  8. Fazit, Community-Austausch, Medien-Empfehlungen und Quellenbasis
    1. Weiterführende Literatur und Dokumentationen
    2. Verlässliche Quellen und Archive
      1. Quellenangaben

Bestandsaufnahme an Rügens Küsten

Ein klarer Herbstmorgen an der Außenmole von Sassnitz offenbart die ungebrochene Urkraft Rügens. Der salzige Ostseewind treibt feine Gischt über die schweren Findlinge der Hafenbefestigung, während im Hintergrund die weißen Kreidefelsen der Stubnitz im schrägen Morgenlicht aufleuchten. Auf dem Sonnendeck eines traditionsreichen Räucherkutters aus dem Baujahr 1950 dampft frischer Backfisch, flankiert von klassischen Bismarck-Brötchen mit Zwiebeln und hausgelegtem Hering. Hoch oben auf den stählernen Laternenmasten und den Relingen der Fischkutter sitzen die heimlichen Herrscher dieser Szenerie: ausgewachsene Silbermöwen (Larus argentatus), das Gefieder blendend weiß und silbergrau, die hellgelben Augen starr auf die Hände der Hafenbesucher gerichtet.

Es dauert oft nur den Bruchteil einer Sekunde, bis aus der malerischen Postkartenidylle ein präzise kalkulierter Raubzug wird. Ein Urlauber hebt das frisch erworbene Fischbrötchen für ein Erinnerungsfoto leicht in die Höhe, ein Kind läuft mit einer Eistüte unbedacht über die Planken der Selliner Seebrücke, oder ein Spaziergänger wirft an der Binzer Strandpromenade gutmütig das Endstück seiner Semmel in die Luft. Sofort löst sich ein Schatten vom Dachfirst. Mit einer Flügelspannweite von fast anderthalb Metern gleitet die Silbermöwe lautlos im Tiefflug von hinten heran, nutzt den Überraschungsmoment im toten Winkel des Menschen und entreißt die Beute mit ihrem massiven, hakenförmig gebogenen Schnabel direkt aus der Hand. Zurück bleiben erschrockene Gäste, blutende Kratzer an den Fingern und ein ohrenbetäubendes Geschrei, wenn sich Sekunden später ein ganzer Schwarm auf die herabgefallenen Reste stürzt.

Was viele Reisende als kurioses Urlaubserlebnis oder gar als Zeichen eines vermeintlichen Nahrungsmangels interpretieren, ist in Wahrheit das Symptom einer tiefgreifenden ökologischen Fehlentwicklung. Das aktive oder passive Füttern von Möwen hat entlang der gesamten deutschen Ostseeküste – und ganz besonders an den touristischen Brennpunkten Rügens – ein Ausmaß erreicht, das sowohl die öffentliche Sicherheit als auch die biologische Integrität der Seevögel massiv gefährdet. Eine fundierte Betrachtung der Inselgeschichte, der Vogelphysiologie und der modernen Verhaltensforschung zeigt, warum jede gereichte Brotkrume den Tieren schweren Schaden zufügt.

Geografie, Artenvielfalt und historische Ornithologie auf Rügen

Die Möwenarten der Insel Rügen und ihre biologischen Merkmale

In der Alltagssprache der Küstenbesucher existiert meist nur „die Möwe“. Ornithologisch betrachtet bietet die Insel Rügen mit ihrer einzigartigen Verzahnung aus offener Ostsee, steilen Kreidekliffs, flachen Nehrungen und den lagunenartigen Gewässern der Vorpommerschen Boddenlandschaft jedoch Lebensraum für mehrere hochgradig unterschiedliche Vertreter aus der Familie der Möwenvögel (Laridae). Wer die Dynamik an den Promenaden von Binz, Sellin, Göhren oder am Fährhafen Mukran verstehen will, muss die Akteure voneinander unterscheiden können.

Artname (Wissenschaftlich)FlügelspannweiteSchnabel- & AugenmerkmaleBeinfarbeTypisches Verhalten & Lebensraum auf Rügen
Silbermöwe (Larus argentatus)bis zu 1,50 mKräftiger gelber Schnabel mit markantem rotem Fleck am Unterschnabel; helle, gelbe IrisFleischfarben / RosaDominanter Küstenvogel; brütet auf Dächern und geschützten Inseln; Hauptakteur beim Futterraub
Sturmmöwe (Larus canus)bis zu 1,20 mZierlicherer, grünlich-gelber Schnabel ohne roten Fleck; dunkle Augen, sanfter GesichtsausdruckGrünlich-gelbWendiger Flieger in Küsten- und Boddennähe; folgt im Frühjahr oft Traktoren auf Rügens Äckern
Mantelmöwe (Larus marinus)über 1,50 m (größte Art)Extrem massiver Schnabel; weiße Kopf- und Bauchpartie, fast schwarze FlügeloberseiteFleischfarben / RosaSpitzenprädator unter den Möwen; jagt auf offener See selbst Seeadlern und Heringshaien Beute ab
Heringsmöwe (Larus fuscus)ca. 1,25 – 1,40 mSchlanker Schnabel; dunkelgraue bis schieferfarbene FlügeldeckenKräftig gelbSeltener als Silber- und Sturmmöwe; ausgeprägter Zugvogel mit Fokus auf marine Fischjagd
Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus)bis zu 1,00 mSchmaler roter Schnabel; im Sommerkleid charakteristische schokoladenbraune KopfkappeDunkelrotKleiner, geselliger Vogel der Binnengewässer, Boddenküsten und Hafenbecken

Eine besondere Quelle von Missverständnissen unter Inselgästen sind die großgewachsenen, grau-braun gesprenkelten Vögel, die an den Fischkuttern oft besonders lautstark und fordernd auftreten. Hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Spezies, sondern um juvenile Silbermöwen. Silbermöwen durchlaufen eine vierjährige Reifephase mit verschiedenen Übergangskleidern, bevor sie im vierten Lebensjahr ihr charakteristisches weiß-silbergraues Alterskleid tragen, obwohl sie bereits wenige Wochen nach dem Schlupf die volle Körpergröße ihrer Eltern erreichen.

Insel-Fakt: Der rote Punkt an der Unterschnabelspitze der ausgewachsenen Silbermöwe (der sogenannte Gonysfleck) ist einer der berühmtesten Auslöser der klassischen Verhaltensbiologie. Frisch geschlüpfte Küken, die als Nestflüchter bereits nach wenigen Tagen das aus Gras, Federn und Ästen gebaute Nest erkunden, picken instinktiv und gezielt gegen diesen roten Kontrastpunkt am elterlichen Schnabel. Erst dieser mechanische Schlüsselreiz veranlasst die Altvögel dazu, vorverdaute Nahrung für den Nachwuchs hervorzuwürgen.

Historische Entwicklung zwischen Fischereiwandel und Naturschutz

Die wissenschaftliche Erforschung der Rügener Seevögel besitzt eine lange und stolze Tradition. Bereits im Jahr 1930 wählten Ökologen der Universität Greifswald die westlich vor Rügen gelegene Nachbarinsel Hiddensee als Standort für eine biologische Feldstation aus, woraus sich 1936 die international renommierte „Vogelwarte Hiddensee“ entwickelte. Die enge Verzahnung von Land und Meer in der Vorpommerschen Boddenlandschaft bot den Forschern um spätere Leiter wie Prof. Dr. Hans Schildmacher und Dr. Ulrich Köppen ein einzigartiges Freiluftlabor zur Untersuchung des Vogelzugs und der Populationsökologie. Auf Rügen selbst prägte vor allem der in Bergen ansässige Naturschützer und Ornithologe Hellmuth Dost (1914–1971) die Heimatforschung. In seinen wegweisenden Standardwerken Rügen – die grüne Insel und ihre Naturschutzgebiete (1958) sowie Die Vögel der Insel Rügen (1959) dokumentierte Dost akribisch die Seevogelschutzgebiete der Insel und beschrieb die Möwenkolonien als integrale Bestandteile der Küstenökosysteme, die als natürliche „Gesundheitspolizei“ Aas, angespülte Muscheln, Krebse, Seesterne und Fische verwerteten.

Über Jahrzehnte hinweg herrschte an Rügens Küsten ein stabiles Gleichgewicht, das jedoch durch zwei tiefgreifende historische Umbrüche im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert aus den Fugen geriet. Zum einen führte der Zusammenbruch der westlichen Ostseefischerei zu einer massiven Verlagerung der Nahrungssuche. Jahrhundertelang folgten Silber- und Sturmmöwen den Fischkuttern von Sassnitz auf See, um den über Bord geworfenen Beifang und Fischabfälle aufzunehmen. Durch Überfischung und veränderte Umweltbedingungen sind die Bestände des westlichen Ostseeherings jedoch dramatisch eingebrochen, sodass die Fangmengen in der westlichen Ostsee zuletzt um bis zu 94 Prozent schrumpften. Während dieses ökologische Defizit das traditionelle Fischbrötchen am Hafen spürbar verteuert hat – in Sassnitz stieg der Preis für ein einfaches Bismarck-Brötchen beispielsweise von 3,50 Euro im Jahr 2025 auf 4,50 Euro im Jahr 2026 –, verloren die Möwen ihre leicht zugängliche Beifang-Quelle auf offener See.

Zum anderen vollzog sich parallel dazu eine zunehmende Urbanisierung der Brutkolonien. Viele Silbermöwen verlagerten ihre Nistplätze von natürlichen Sandbänken und abgelegenen Stränden, wo Gelege und Küken durch Füchse, Greifvögel oder andere Möwen bedroht sind, auf die sicheren, prädatorenfreien Flachdächer der Küstenstädte. Da Silbermöwen äußerst brutplatztreu sind, ein Lebensalter von über 30 Jahren erreichen – beringte Sturmmöwen wurden laut NABU sogar über 33 Jahre alt – und ihre Partner selbst im Lärm tausender Artgenossen am individuellen Ruf erkennen, etablierten sich in Häfen wie Sassnitz, Stralsund oder Rostock dauerhafte urbane Populationen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den touristischen Flaniermeilen.

Insel-Fakt: Entgegen der subjektiven Wahrnehmung an belebten Strandpromenaden gibt es an der deutschen Küste keine „Möwenexplosion“. Laut Erhebungen des Naturschutzbundes (NABU) gehen die Gesamtbestände der häufigen Möwenarten in den natürlichen Brutgebieten seit Jahren spürbar zurück, sodass selbst die allgegenwärtige Silbermöwe inzwischen auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten geführt wird. Die Tiere sind nicht zahlreicher geworden – sie konzentrieren sich lediglich dort, wo der Mensch ihnen leicht verfügbare Kalorien präsentiert.

Physiologische und veterinärmedizinische Folgen der Fehlernährung

Osmoregulation und die Belastung der supraorbitalen Salzdrüsen

Um zu begreifen, warum ein gesalzenes Pommes frites, ein Stück Laugengebäck oder ein gewürztes Fischbrötchen für eine Möwe kein Genuss, sondern eine metabolische Belastung ist, lohnt sich ein Blick in die Evolutionsbiologie der Seevögel. Wenn Säugetiere oder Menschen ausschließlich Salzwasser trinken, führt dies unweigerlich zum Tod durch innere Austrocknung, da die menschliche Niere keine Flüssigkeit ausscheiden kann, deren Salzkonzentration höher ist als die des Meerwassers. Möwen hingegen decken ihren Flüssigkeitsbedarf auf See regelmäßig durch das Trinken von Meerwasser und die Aufnahme mariner Wirbelloser.

Ermöglicht wird diese physiologische Meisterleistung durch paarige Salzdrüsen (Glandulae supraorbitales), die in den Augenhöhlen oberhalb der Augen sitzen. Jede dieser Drüsen besteht aus mehreren tausend mikroskopisch feinen Kanälchen (Tubuli), die von einem spezialisierten Transportepithel ausgekleidet und von einem dichten Netz aus Blutkapillaren umsponnen sind. Wenn Meerwasser mit einem Salzgehalt von rund drei Prozent oder stark gesalzene Nahrung über den Verdauungstrakt in die Blutbahn des Vogels gelangt, setzt in den Salzdrüsen eine hochkomplexe Konzentrierung durch Gegenstromaustausch ein. Da die Flüssigkeit im Inneren der Salzdrüse bereits wesentlich salziger ist als das umgebende Blut, kann das Salz nicht passiv durch einfache Diffusion in die Drüse fließen; ohne zelluläre Arbeit würde es vielmehr entlang des Konzentrationsgefälles zurück in die Blutbahn strömen. Die Epithelzellen der Salzdrüse müssen daher einen aktiven Ionentransport leisten, indem sie Natrium-Ionen (\text{Na}^+) und Chlorid-Ionen (\text{Cl}^-) unter massivem Energieverbrauch gegen das Konzentrationsgefälle aus dem Blut in das Lumen der Drüsentubuli pumpen. Dieser permanente zelluläre Kraftakt erklärt die außergewöhnlich hohe Dichte an energieliefernden Mitochondrien in den Drüsenzellen. Während die Niere kontinuierlich arbeitet, werden die Salzdrüsen nur bei einer akuten Salzbelastung aktiv und leiten über einen Zentralkanal sowie Ausfuhrgänge zu den Nasenlöchern ein Sekret auf den Oberschnabel, das mit einem Salzgehalt von bis zu fünf Prozent fast doppelt so konzentriert ist wie Meerwasser.


ImageWenn Urlauber den Tieren stark gesalzene und fettreiche Speisen wie Pommes frites, Chips, Salzgebäck oder gepökelten Matjes im Brötchen zuwerfen, führt dies zu einer unnatürlichen Salzspitze im Blut, während gleichzeitig das in natürlicher Beute wie frischem Fisch oder Muschelfleisch enthaltene freie Wasser fehlt. Die Salzdrüsen müssen unter extremem metabolischem Stress arbeiten, was den Energiehaushalt der Vögel massiv belastet und insbesondere in Verbindung mit trockenem Gebäck eine gefährliche Dehydrierung begünstigt.

Insel-Fakt: Wenn eine Möwe auf den Holzpfählen am Sassnitzer Hafen sitzt und ihr scheinbar unaufhörlich „Wassertropfen“ von der Schnabelspitze rinnen oder sie einen feinen Flüssigkeitsnebel aus den Nasenlöchern schnaubt, ist der Vogel nicht erkältet. Es handelt sich um das hochkonzentrierte Sekret der supraorbitalen Salzdrüsen, das über feine Rinnen am Oberschnabel zur Spitze geleitet wird und dort abtropft, um den Körper vor einer tödlichen Salzvergiftung zu bewahren.

Gastrointestinale Pathologie, das Kippflügel-Syndrom und ökologische Sekundärschäden

Noch verheerender als die Salzbelastung wirkt sich die Verfütterung von Backwaren, Pommes und Süßigkeiten auf den Magen-Darm-Trakt und die Aufzucht der Küken aus. Der Verdauungsapparat von See- und Wasservögeln ist evolutionär auf Fische, Muscheln, Krebse, Schnecken, Seesterne und Regenwürmer ausgelegt, nicht jedoch auf hochverarbeitete Getreidekohlenhydrate, Hefe, Frittierfette oder Industriezucker. Weißbrot, Brötchen und Gebäck quellen im Magen der Vögel stark auf, können aber vom Verdauungssystem nicht richtig aufgespalten und verwertet werden. Dieser Quellprozess erzeugt ein unmittelbares mechanisches Sättigungsgefühl, während der Nahrungsbrei kaum verwertbare Nährstoffe, Vitamine oder Mineralien liefert. Die Tiere leiden unter schmerzhaften Magen-Darm-Beschwerden, verlieren ihre physiologische Anpassung an die Verdauung natürlicher Nahrung und verhungern nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) im Extremfall schleichend trotz eines vollen Magens.

Besonders dramatische Folgen hat diese Fehlernährung während der Brut- und Aufzuchtphase im Mai und Juni, wenn die Küken innerhalb von fünf bis sechs Wochen bis zur Flugfähigkeit heranwachsen müssen. Werden Jungvögel in dieser sensiblen Wachstumsphase mit unnatürlichem, zu energie- oder proteinreichem Futter wie Brot und Backwaren versorgt, dem entscheidende Vitamine und Mineralstoffe fehlen, entwickeln sich schwere Knochen- und Gelenkdeformationen, die als Kippflügel-Syndrom bezeichnet werden. Dabei knicken die Handgelenke der Flügel durch das Gewicht der wachsenden Federn seitlich ab, sodass die Flügelspitzen dauerhaft vom Körper abstehen und die betroffenen Jungvögel ihre Flugfähigkeit für immer verlieren. Darüber hinaus zieht das Füttern gravierende ökologische Sekundärschäden am Strand und in den Ufergewässern nach sich, da nicht gefressene Speisereste einen idealen Nährboden für pathogene Bakterien und Schimmelpilze bilden, die wiederum anderen Wildtieren gefährlich werden.

Verhaltensbiologie und kommunale Rechtslage in der Gegenwart

Kleptoparasitismus und kognitive Konditionierung im Licht der Forschung

Die Entwicklung von Seevögeln zu dreisten „Meisterdieben“ an den Strandpromenaden wurzelt in ihrer hohen kognitiven Flexibilität. In der Verhaltensbiologie ist bekannt, dass Möwen von Natur aus zum sogenannten Kleptoparasitismus (Beuteraub) neigen; so jagen große Mantelmöwen auf See regelmäßig sogar Seeadlern und Heringshaien die frisch erbeutete Nahrung ab. Diese angeborene Beobachtungsgabe übertragen Silber- und Sturmmöwen an touristischen Küstenorten mit bemerkenswerter Präzision auf den Menschen. Wie eine verhaltensbiologische Studie von Franziska Feist, Kiera Smith und Paul Graham an der University of Sussex in Brighton nachwies, orientieren sich freilebende Silbermöwen bei der Nahrungssuche gezielt am Essverhalten von Personen in ihrem Umfeld. Als die Forschenden den Vögeln unterschiedlich farbige Chipstüten (blau und grün) präsentierten, während ein Mensch in der Nähe aus einer Tüte einer bestimmten Farbe aß, näherten sich die Möwen signifikant häufiger und richteten 95 Prozent ihrer Pickversuche exakt auf jene Verpackungsfarbe, die der Mensch zuvor in der Hand gehalten hatte. Möwen haben sich demnach nicht evolutionär darauf spezialisiert, menschliches Fast Food zu bevorzugen, sondern sie lernen durch soziale Beobachtung und herumliegenden Müll, welche Verpackungen leicht zugängliche Kalorien versprechen.

Ergänzende Feldexperimente der University of Exeter in den Küstenorten von Cornwall verdeutlichen zugleich, dass der tatsächliche Futterraub an den Promenaden nur von einer spezialisierten Minderheit unter den Vögeln ausgeht und stark vom menschlichen Blickkontakt abhängt. In den Versuchen aus Exeter wagten sich selbst ohne menschliche Beobachtung lediglich 36 Prozent der anwesenden Silbermöwen in die Nähe von ausgelegtem Futter. Sobald der Mensch die Möwe jedoch direkt mit den Augen fixierte, sank die Annäherungsrate auf 26 Prozent, und die verbleibenden Tiere zögerten deutlich länger, bevor sie das Futter ansteuerten. Weitere Experimente von Laura A. Kelley und ihrem Team mit künstlichen Augen auf Futterboxen bestätigten, dass starke visuelle Kontraste und die Wahrnehmung von Blickrichtung ein ausgeprägtes Misstrauen bei den Vögeln auslösen. In einer im Fachmagazin Biology Letters veröffentlichten Folgestudie der Universität Exeter untersuchten die Biologen zudem akustische Abwehrmethoden an Portionen von Fish and Chips in neun Küstenorten. Während der abgespielte Gesang eines Rotkehlchens als Kontrollreiz 14 von 20 Möwen völlig unbeeindruckt am Futterplatz verbleiben ließ und dieselben Abwehrworte in ruhiger Sprechstimme nur 3 von 20 Möwen zum Abflug sowie 10 zum Weggehen bewegten, erwies sich lautes Anschreien („Nein, weg da, das ist mein Essen!“) als hochgradig effektiv: Von 21 angeschrienen Silbermöwen flogen 10 sofort davon und 3 weitere liefen zu Fuß weg, während lediglich 8 Tiere stehen blieben.

Insel-Fakt: Silbermöwen arbeiten beim Fischbrötchen-Raub mitunter arbeitsteilig. Verhaltensbeobachtungen an stark frequentierten Küstenabschnitten zeigen, dass einzelne Vögel lautstark vor dem Touristen landen und schreien, um dessen visuelle Aufmerksamkeit zu binden, während ein zweiter Artgenosse exakt diesen Moment der Ablenkung nutzt, um lautlos aus dem Rückraum anzugreifen und das Brötchen aus der Hand zu schlagen.

Kommunale Fütterungsverbote und Bußgeldkataloge auf Rügen

In Deutschland existiert kein bundesweites Gesetz, das die Fütterung freilebender Wildvögel pauschal verbietet. Aufgrund der massiven Häufung von Möwenattacken auf Passanten, verschmutzten Gebäudefassaden und hygienischen Risiken haben jedoch zahlreiche Küstenkommunen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf Grundlage der Sicherheits- und Ordnungsgesetze verbindliche Ortsverordnungen erlassen.

Kommune / SeebadRechtsgrundlage & InkrafttretenRäumlicher GeltungsbereichRechtliche Besonderheiten & PflichtenMaximaler Bußgeldrahmen
Stadt Sassnitz (Rügen)Kommunale Verordnung über das Möwenfütterungsverbot (in Kraft seit Ende Februar 2023)Gesamtes Stadtgebiet auf öffentlichen Grünflächen, Plätzen, Stadthafen, Fährhafen Mukran sowie auf privaten FlächenUmfasst aktives Füttern sowie das Auslegen von Lebensmitteln; erlassen unter Bürgermeister Leon Kräusche nach gehäuften AngriffenBis zu 5.000 Euro
Ostseebad Binz (Rügen)Verordnung über das Verbot des Fütterns von Wildvögeln und die Pflicht zur Duldung von Maßnahmen... (Bekanntmachung Dez. 2024)Gemeindegebiet Ostseebad Binz inklusive Promenade, Seebrückenvorplatz und Ortsteil ProraKombiniert das strikte Fütterungsverbot mit einer Duldungspflicht für Hausbesitzer zur Beseitigung von Nistplätzen und VergrämungBis zu 5.000 Euro
Hansestadt StralsundStralsunder Möwenfütterungsverbotsverordnung vom 26.10.2020 (gültig 01.01.2021 bis 31.12.2031)Gesamtes Altstadtgebiet, Stadthafen, Sundpromenade, Strandbad und die Teiche rings um die AltstadtAls Füttern gilt ausdrücklich auch das bloße Auslegen oder Anbieten von Lebensmitteln, die erfahrungsgemäß von Möwen aufgenommen werdenBis zu 5.000 Euro
Rostock / Seebad WarnemündeStadtverordnung zum Möwenfütterungsverbot vom 22.07.2009 (Neufassung vom 29.07.2024, gültig bis 28.07.2029)Ortsteil Seebad Warnemünde sowie ausgewiesene Fußgängerzonen der Rostocker InnenstadtRegelbußgelder im Vollzug: 55 Euro Verwarnungsgeld bzw. 75 Euro Bußgeld zzgl. 25 Euro Gebühren und 3,50 Euro Auslagen; Duldungspflicht für BrutverhinderungBis zu 5.000 Euro
Hansestadt Wismar & EckernfördeStadtverordnung Wismar (seit 01.08.2019); Verordnung EckernfördeAlter Hafen Wismar; Hafen- und Strandbereiche EckernfördeFokus auf Schutz von Kleinkindern vor Verletzungen durch schnappende Vögel; Überwachung durch Kommunalen Ordnungsdienst1.000 Euro (Eckernförde / Kiel) bis 5.000 Euro

Juristisch entscheidend ist ein Passus, der sich nahezu wortgleich durch die Verordnungen von Stralsund (§ 2 Abs. 1), Rostock (§ 2), Wismar und den Rügener Gemeinden zieht: Als verbotenes Füttern gilt nicht nur das gezielte Zuwerfen aus der Hand, sondern bereits das Auslegen oder Anbieten von Futter- und Lebensmitteln, die erfahrungsgemäß von Möwen aufgenommen werden. Wer seine Pommes-Schale auf der Hafenmauer abstellt, um Möwen für ein Urlaubsfoto anzulocken, oder wer Essensreste offen neben einer Bank zurücklässt, begeht bereits eine Ordnungswidrigkeit, unabhängig davon, ob dies vorsätzlich oder fahrlässig geschieht. Im Ostseebad Binz hat die Gemeindevertretung im Dezember 2024 nach Vorberatungen im Jahr 2023 zudem die Verordnung über das Verbot des Fütterns von Wildvögeln und die Pflicht zur Duldung von Maßnahmen zur Beseitigung von Nistplätzen und zur Vergrämung von Wildvögeln verabschiedet. Ähnlich wie in der Rostocker Stadtverordnung verpflichtet diese Regelung auch Grundstückseigentümer dazu, behördliche Maßnahmen gegen das Brüten auf Flachdächern zu dulden, um die Entstehung neuer urbaner Brutkolonien über den Promenaden einzudämmen.

Praxis-Leitfaden für den Küstenalltag und die Naturfotografie

Präventionsstrategien zum Schutz von Speisen an Hotspots wie Sassnitz und Sellin

Wer auf Rügen ein frisches Fischbrötchen genießen möchte – sei es ein klassisches Bismarck-, Stremellachs- oder Flunderbrötchen auf dem traditionsreichen Räucherschiff Fischland am Beginn der Sassnitzer Mole, eines der großen Weizen- oder Roggen-Flaguettes bei Moin Marie im Suiten-Hotel direkt an der Selliner Seebrücke oder eine edle Matjes-Kreation bei Happy Happen an der Binzer Promenade –, kann sich mit einfachen, wissenschaftlich fundierten Verhaltensregeln effektiv vor Beuteraub schützen. Da Silbermöwen fast ausschließlich im Überraschungsangriff aus dem Rückraum zuschlagen, bietet eine geschützte Position mit dem Rücken an einer Hauswand, einer Hafenhütte, einem Geländer oder unter einer tiefgezogenen Markise den zuverlässigsten Schutz, weil den Vögeln dadurch der Anflugkorridor genommen wird. Freistehende Bänke direkt an der Kante der Sassnitzer Mole oder das unaufmerksame Schlendern über offene Plätze machen den Essenden hingegen zur leichten Zielscheibe.

Darüber hinaus sollte das Essen stets nah am eigenen Körper gehalten und niemals wie eine „Siegesfahne“ in der ausgestreckten Hand getragen werden. Besondere Vorsicht gilt für den beliebten Moment, in dem Urlauber ihr Fischbrötchen vor der Kulisse des Hafens oder der Seebrücke für ein Erinnerungsfoto in die Luft halten: Genau diese Sekunde der Unaufmerksamkeit und des ausgestreckten Arms nutzen konditionierte Möwen für den Zugriff im Tiefflug. Ebenso sollten Kleinkinder niemals allein mit einem Brötchen oder einer Eistüte losgeschickt werden, da Möwen sehr genau registrieren, wer seine Speisen unsicher hält. Hilfreich beim Transport vom Kiosk zum Sitzplatz ist zudem ein aufgespannter Schirm, der den Snack optisch gegen die Späher auf den Dächern und Laternenmasten abschirmt. Nähert sich dennoch eine Möwe zu Fuß oder auf einer benachbarten Reling, wirkt die Erkenntnis der Exeter-Studie: Wer ruhig bleibt, die Möwe direkt mit den Augen fixiert, das Brötchen vor der Brust abschirmt und im Ernstfall entschlossen und laut ruft, statt hektisch mit den Armen zu fuchteln, wehrt den Angriff zuverlässig ab.

Insel-Fakt: Wenn es bei einer Möwenattacke zu blutenden Wunden kommt, liegt dies niemals daran, dass die Möwe den Menschen als Beute betrachtet. Der kräftige Hakenschnabel der Silbermöwe ist darauf ausgelegt, glitschige Fische im Flug zu packen; schmerzhafte Schnitt- oder Risswunden entstehen ausschließlich dann, wenn sich menschliche Finger im Moment des Zuschnappens noch zwischen Schnabelspitze und Fischbrötchen befinden.

Ethische Naturfotografie und Lichtverhältnisse ohne Anfüttern

Für Naturfotografen sind Möwen im Flug vor Rügens Küstenlandschaften ein erstklassiges Motiv, das jedoch niemals durch illegales Anfüttern mit Brotstücken erzwungen werden darf. Abgesehen von der Rechtswidrigkeit erzeugt das Zuwerfen von Futter unnatürliche, hektische Pulks schnappender Vögel, die ästhetisch weit hinter authentischen Naturaufnahmen zurückbleiben. Weitaus eindrucksvollere Bilder entstehen bei auflandigem Wind an den Steilküsten der Kreideküste bei Sassnitz, am Kap Arkona oder über den Molenköpfen, wo die Segelkünstler den natürlichen Hangaufwind nutzen und oft minutenlang fast bewegungslos auf Augenhöhe in der Luft gleiten. Besonders in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang – etwa beim Blick vom Sonnendeck der Sassnitzer Kutter in das warme Abendlicht –, wenn die tiefstehende Sonne das silbergraue und weiße Gefieder der Handschwingen durchleuchtet, gelingen mit Telebrennweiten und kurzen Verschlusszeiten faszinierende Charakterporträts völlig ohne menschlichen Eingriff.

Der Insel-Mythencheck: Seemannsgarn und Irrtümer im Faktencheck

Rund um die Rügener Küstenvögel ranken sich hartnäckige Urlaubsmythen, Halbwahrheiten und altes Seemannsgarn, die einer kritischen Überprüfung an der Schnittstelle von Biologie und Regionalgeschichte bedürfen.

Mythos 1: „Die Ostsee ist leer gefischt – ohne das Brot der Urlauber verhungern die Möwen!“

Dieser weitverbreitete Irrglaube besitzt zwar einen wahren ökologischen Kern, zieht daraus aber den völlig falschen Schluss. Es trifft zu, dass der dramatische Rückgang der Heringsbestände in der westlichen Ostsee um 94 Prozent und die Einstellung vieler Fischereibetriebe den Möwen den gewohnten Beifang der Kutter entzogen haben. Dennoch sind Silber- und Sturmmöwen hochgradig vielseitige Nahrungsgeneralisten, die in den Küsten- und Boddengewässern sowie auf frisch gepflügten Rügener Äckern reichlich Krebse, Muscheln, Schnecken, Seesterne, Regenwürmer und Insekten finden. Menschliches Brot rettet die Tiere nicht, sondern quillt nährstoffarm im Magen auf und lässt sie bei vollem Magen verhungern.

Mythos 2: „Auf Rügen herrscht eine unkontrollierte Möwenplage, und alle Möwen sind aggressiv!“

Auch diese Annahme widerspricht den wissenschaftlich erhobenen Bestands- und Verhaltensdaten. Tatsächlich nehmen die Bestände der häufigen Möwenarten an den Küsten laut NABU seit Jahren ab, sodass die Silbermöwe bereits auf der Vorwarnliste steht. Zudem belegt die Verhaltensforschung der Universität Exeter, dass sich selbst bei völlig unbewachtem Essen neben einem Menschen fast zwei Drittel aller Silbermöwen überhaupt nicht herantrauen und unter Blickkontakt nur rund jede vierte Möwe (26 Prozent) einen Annäherungsversuch wagt. Die Angriffe an den Promenaden gehen somit auf eine kleine Gruppe konditionierter Futterspezialisten zurück.

Mythos 3: „Ein Fischbrötchen besteht doch aus Fisch – das ist artgerechte Nahrung für Seevögel!“

Ein modernes Fischbrötchen von der Strandpromenade hat mit der natürlichen Beute eines Seevogels kaum noch etwas gemein. Es besteht zum größten Teil aus backtriebmittelhaltigem Weizen- oder Roggenmehl, zucker- und fettreichen Remouladen- oder Meerrettichsoßen, Gewürzen sowie stark gesalzenem oder in Essig eingelegtem Fisch. Während das Weißbrot im Vogelmagen unverdaut aufquillt, zwingt die hohe Salzfracht die supraorbitalen Salzdrüsen zu energieintensiver Schwerstarbeit.

Mythos 4: „Möwen sind die wiedergeborenen Seelen ertrunkener Seeleute, die ihren Tribut fordern!“

Diese romantisch-schaurige Vorstellung entstammt dem historischen Seemannsgarn der Küstenfischer und Matrosen des Ostseeraums. Über Jahrhunderte hinweg besagte der maritime Volksglaube, dass in den klagend rufenden Seevögeln die Seelen auf See gebliebener Seeleute weiterleben, weshalb das Töten einer Möwe als schweres Omen für Schiffbruch galt. Kulturhistorisch bewahrte diese Sage die Vögel zwar vor menschlicher Nachstellung, ihr heutiges Verhalten an den Fischkuttern von Sassnitz folgt jedoch keinem übernatürlichen Seelentribut, sondern den nüchternen Gesetzen des erlernten Beuteraubs.

Häufig gestellte Fragen zum Möwenfütterungsverbot auf Rügen

1. Gilt das Bußgeld auch, wenn ein Stück Fischbrötchen versehentlich zu Boden fällt?

Nein, ein unbeabsichtigtes Herunterfallen erfüllt nicht den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit, sofern die Speisereste unverzüglich aufgehoben und in einem geschlossenen Abfallbehälter entsorgt werden. Werden herabgefallene Reste hingegen bewusst liegengelassen, greift das Verbot des fahrlässigen oder vorsätzlichen Auslegens von Lebensmitteln gemäß den kommunalen Satzungen.

2. Muss ich eine Strafe zahlen, wenn mir eine Möwe das Essen aus der Hand reißt?

Nein, wer unverschuldet Opfer einer räuberischen Möwenattacke wird, macht sich selbstverständlich nicht strafbar und begeht keine Ordnungswidrigkeit. Dennoch raten Kommunen und Naturschutzverbände dazu, Speisen im Hafenbereich körpernah zu halten und geschützte Sitzplätze unter Markisen aufzusuchen, um solche Erfolge für die Vögel gar nicht erst zuzulassen.

3. Wie hoch fällt das Bußgeld bei einem ersten Verstoß in der Praxis tatsächlich aus?

Obwohl der gesetzliche Maximalrahmen in Sassnitz, Binz, Stralsund und Warnemünde bis zu 5.000 Euro beträgt (und in Städten wie Kiel, Eckernförde oder Potsdam bei bis zu 1.000 Euro liegt), orientiert sich das tatsächliche Bußgeld bei Erstverstößen am Verhältnismäßigkeitsprinzip. In der Rostocker Verwaltungspraxis wurden nach Einzelfallbewertung beispielsweise Verwarnungsgelder von 55 Euro oder Bußgelder von 75 Euro zuzüglich 25 Euro Gebühren und 3,50 Euro Auslagen verhängt.

4. Was sollten Hundebesitzer an Rügens Stränden im Umgang mit Möwen beachten?

Hundehalter sollten an den Stränden und Promenaden niemals Hundeleckerlis oder Trockenfutter offen auslegen, da auch Tierfutter von Möwen aufgenommen wird und unter die Fütterungsverbote fällt. Zudem verteidigen Silber- und Sturmmöwen während der Brut- und Kükenzeit im Frühsommer ihre am Boden kauernden Jungvögel (Nestflüchter) äußerst wehrhaft im Sturzflug gegen freilaufende Hunde.

5. Sind die Fischbrötchen-Hotspots in Sassnitz und Sellin barrierefrei zugänglich?

Sowohl die Hafenpromenade und der Beginn der Außenmole in Sassnitz am Standort des Räucherschiffs Fischland als auch die Wilhelmstraße in Sellin am Übergang zur Seebrücke sind ebenerdig beziehungsweise über Rampen und Aufzüge barrierefrei erreichbar. Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Mobilität sollten ihr Essen dort bevorzugt unter einem festen Dach oder Sonnenschirm einnehmen, da die niedrigere Sitzposition für anfliegende Möwen leicht zugänglich ist.

6. Was tun, wenn eine Möwe während der Brutzeit Scheinangriffe vom Hausdach fliegt?

Da viele Silbermöwen auf Flachdächern in den Küstenorten brüten, verteidigen die Elternpaare im Mai und Juni ihre flugunfähigen Jungen, wenn diese bei ersten Ausflügen in Innenhöfen oder auf Gehwegen landen. Der NABU empfiehlt in solchen Fällen Ruhe und Gelassenheit: Man sollte Abstand zu den Jungvögeln halten, den Bereich zügig durchqueren und bei Bedarf einen aufgespannten Schirm als optische Barriere über den Kopf halten.

7. Darf man im Winter bei Frost auf Rügen Enten, Schwäne oder Möwen füttern?

In den Geltungsbereichen der kommunalen Verordnungen – wie etwa in der Gemeinde Ostseebad Binz (die das Füttern sämtlicher Wildvögel untersagt), in Sassnitz oder an den Altstadtteichen und am Hafen von Stralsund – ist das Füttern ganzjährig, also auch im Winter, verboten. Die Vögel sind an die winterlichen Bedingungen der Ostsee angepasst und leiden auch im Winter unter den Verdauungsschäden durch quellendes Brot.

8. Wie verhält man sich, wenn man am Strand einen Vogel mit Kippflügeln findet?

Wird ein flugunfähiger Jung- oder Altvogel mit seitlich abstehenden Flügelspitzen entdeckt, sollte das Tier keinesfalls bedrängt oder mit Backwaren gefüttert werden. Ratsam ist eine zeitnahe Information mit präziser Ortsangabe und Foto an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen oder eine lokale Wildtierhilfe, um das weitere Vorgehen fachgerecht abzustimmen.

9. Warum stehen Möwen unter Naturschutz, obwohl Städte Maßnahmen gegen sie ergreifen?

Sämtliche heimischen Möwenarten sind als wildlebende europäische Vogelarten durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützt und dürfen nicht mutwillig verletzt oder getötet werden. Kommunale Satzungen wie jene in Binz oder Rostock setzen daher auf präventive Lenkung: Durch das Fütterungsverbot und die kontrollierte Beseitigung von unbefrüteten Nistplätzen auf Dächern außerhalb der Brutzeit sollen die Vögel gewaltfrei in ihre natürlichen Küstenlebensräume zurückgeführt werden.

10. Welche Rolle spielen offene Mülleimer und Strandabfälle bei dem Problem?

Achtlos weggeworfene Speisereste und überquellende Abfallbehälter sind laut Stadtverwaltungen und Verhaltensforschern der Universität Sussex der eigentliche Auslöser der Problematik. Erst über das Plündern von Verpackungen im Müll lernen junge Möwen das menschliche Nahrungsspektrum kennen, bevor einzelne Vögel den nächsten Schritt wagen und Speisen direkt aus der Hand rauben.

Fazit, Community-Austausch, Medien-Empfehlungen und Quellenbasis

Die Begegnung mit den großen Silber-, Sturm- und Mantelmöwen gehört untrennbar zum lebendigen Puls der Insel Rügen. Wenn die Vögel mit weit gespannten Schwingen im salzigen Aufwind vor den Kreidefelsen segeln oder ihr vielstimmiges Rufen über den herbstlichen Bodden hallt, verkörpern sie die ungezähmte Natur des Nordens. Echter Respekt vor dieser Inselnatur zeigt sich jedoch nicht im Zuwerfen einer Brötchenhälfte, sondern im bewussten Verzicht auf jede Fütterung. Wer seine Speisereste sorgsam verstaut und den Vögeln mit wachem Blick begegnet, schützt nicht nur sich und seine Kinder vor schmerzhaften Schnabelhieben und Bußgeldern von bis zu 5.000 Euro, sondern bewahrt Rügens Seevögel vor Stoffwechselentgleisungen, irreversiblen Kippflügeln und dem Verlust ihrer natürlichen Überlebensfähigkeit.

Auf inselpuls.de – dem privaten Herzensprojekt und digitalen Heimathafen für alle, die Rügen abseits von oberflächlichem Touristen-Blabla lieben und verstehen wollen – lebt dieses Thema vom direkten Austausch auf Augenhöhe. Im InselForumRügen (insbesondere in den Kategorien Gesundes Rügen, Natur & Biosphäre sowie Rügen Erleben & Aktivitäten) sind alle Insel-Entdecker, Stammgäste und Einheimischen herzlich eingeladen, ihre persönlichen Erlebnisse und ihre schönsten, ganz ohne Anfüttern entstandenen Möwen-Fotografien mit der Community zu teilen.

Weiterführende Literatur und Dokumentationen

Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Ornithologie Rügens und der Biologie der Küstenvögel empfehlen sich drei real existierende deutschsprachige Standardwerke: Hellmuth Dost: Die Vögel der Insel Rügen. Ein Beitrag zur Kenntnis der Vogelwelt Mecklenburgs (A. Ziemsen Verlag, Die Neue Brehm-Bücherei, Wittenberg Lutherstadt 1959) als historisches Referenzwerk zur Insel-Avifauna; Volker Dierschke & Ulrich Köppen: Die Vogelwelt der Insel Hiddensee (Schriftenreihe „Meer und Museum“, Band 21, Deutsches Meeresmuseum, Stralsund 2008) mit den Langzeitdaten der Vogelwarte Hiddensee; sowie Urs N. Glutz von Blotzheim & Kurt M. Bauer (Hrsg.): Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Band 8/I: Charadriiformes (3. Teil) – Stercorariidae, Laridae (AULA-Verlag, Wiesbaden) als umfassende wissenschaftliche Enzyklopädie. Wer dokumentarisches Filmmaterial auf YouTube sucht, findet unter den Suchbegriffen „Möwenattacken an der Ostsee: Neue Regeln für Küstenorte sollen helfen NDR Info“, „Realer Irrsinn: Möwenvergrämung an der Uni Kiel extra 3 NDR“ sowie „Vogelwarte Hiddensee Seevögel Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft Doku“ anschauliche Fernsehbeiträge.

Verlässliche Quellen und Archive

Die vorliegende Analyse stützt sich auf die amtlichen Bekanntmachungen und Ortsrechte der Küstenkommunen, darunter die Verordnung über das Verbot des Fütterns von Wildvögeln und die Pflicht zur Duldung von Maßnahmen zur Beseitigung von Nistplätzen und zur Vergrämung von Wildvögeln in der Gemeinde Ostseebad Binz (Amtsblatt der Gemeinde Ostseebad Binz Nr. 13/2024 sowie Entwurfsfassung Nr. 05/2023), die Stralsunder Möwenfütterungsverbotsverordnung vom 26. Oktober 2020, die Stadtverordnung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zum Möwenfütterungsverbot in der Neufassung vom 29. Juli 2024 sowie die kommunalen Beschlüsse der Stadt Sassnitz vom Februar 2023. Ergänzt wird die Rechts- und Bestandsanalyse durch die fachlichen Stellungnahmen des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen, die physiologischen Fachpublikationen zur Osmoregulation (Lexikon der Biologie, Spektrum Akademischer Verlag) und zu den Auswirkungen der Wasservogelfütterung (HGON / Aktion Tier) sowie die verhaltensbiologischen Originalstudien der University of Sussex (Feist, Smith & Graham, 2023, Biology Letters) und der University of Exeter (Goumas et al. / Kelley et al., Biology Letters & Ecology and Evolution).

Quellenangaben

1. Geplantes Fütterungsverbot für Möwen in Sassnitz – Der Rügen-Blog, https://www.ruegenmagic.de/blog/2022/11/2…en-in-sassnitz/ 2. Sommerkarte - Seebrücke Sellin, https://www.seebrueckesellin.de/wp-content/upl…te-20260401.pdf 3. Fischbrötchen Sassnitz · Räucherschiff Fischland · Mole · Rügen, https://fischlandsassnitz.de/ 4. Saftige Strafe: Ostseebad hat genug vom Möwenfüttern, https://www.ankerherz.de/blogs/news/saf…-moewenfuettern 5. Wasservögel nicht füttern - Lübeck.de, https://www.luebeck.de/de/rathaus/ver…-nicht-fuettern 6. Möwen füttern: Welche Vorschriften gelten? - Am Strand 2026, https://www.bussgeld-info.de/moewen-fuettern/ 7. Kippflügel bei Wasservögeln – krank durch Brot - aktion tier, https://www.aktiontier.org/artikel/kippfl…rank-durch-brot 8. Biologische Osmoregulation und aktiver Transport einfach erklärt, https://www.rockettutor.de/biologie/biolo…tiver-transport 9. Fütterungsverbot für Möwen an der Ostsee: So hoch sind die, https://www.berliner-zeitung.de/article/fuette…sgelder-2216943 10. Amtliches Bekanntmachungsblatt Gemeinde Ostseebad Binz, https://gemeinde-binz.de/wp-content/upl…att-2023-05.pdf 11. Möwen an der Ostsee: Arten erkennen & Futterklau erklärt, https://mein-ostseehafen.de/moewen-ostsee/ 12. InselForumRügen - InselPuls.de, https://inselpuls.de/board-list/ 13. Über... - InselPuls.de, https://inselpuls.de/ueber_mich/ 14. Möwen-Alarm an der Ostsee: Fütterungsverbot an der Küste! - BILD.de, https://www.bild.de/regional/rosto…7c48d3ee3523332 15. Silbermöwe - Nationalpark Wattenmeer, https://www.nationalpark-wattenmeer.de/wissensbeitrag…moewe-november/ 16. Möwe im Anflug auf das Fischbrötchen - myheimat.de, https://www.myheimat.de/essen/imagepos…oetchen_i882491 17. Beste Fischbrötchen auf Rügen - Meeresurlaub Rügen, https://www.meeresurlaub-ruegen.de/blog/fischbroetchen-auf-ruegen/ 18. Möwen an der Ostseeküste - Boltenhagen.travel, https://www.boltenhagen.travel/blog/moewen-an-der-ostseekueste 19. Möwen abwehren: Forscher empfehlen Blickkontakt und lautes Rufen, https://www.t-online.de/heim-garten/ga…utes-rufen.html 20. Möwen füttern verboten: Tipps zum Vertreiben der hungrigen Vögel, https://www.zdfheute.de/ratgeber/moewe…ostsee-100.html 21. Sassnitzer Möwen greifen Besucher an – Der Rügen-Blog, https://www.ruegenmagic.de/blog/2024/05/1…en-besucher-an/ 22. Die Vogelwelt der Insel Hiddensee - Deutsches Meeresmuseum, https://www.deutsches-meeresmuseum.de/fileadmin/01_S…MuM_Band_21.pdf 23. Kompaktlexikon der Biologie - : - Salzdrüsen - Spektrum, https://www.spektrum.de/lexikon/biolog…lzdruesen/10167 24. Können Möwen Meerwasser trinken? - Warum-Magazin.de, https://www.warum-magazin.de/wissen/kinderf…rwasser-trinken 25. Hellmuth Dost - Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmuth_Dost 26. Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Bergen auf Rügen, https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Beme…_auf_R%C3%BCgen 27. Neue Regeln für Küstenorte sollen helfen | NDR Info - YouTube,

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28. Möwen - Entdecke.de, https://www.entdecke.de/tiere/moewen 29. Salzausscheidung bei Seevögeln und Meerechsen., https://www.fachportal-paedagogik.de/literatur/voll…tml?FId=2341506 30. Möwen – Symbol der See - Rügen-Aktuell, https://www.ruegen-aktuell.de/2018/12/moewen…e-state-change= 31. Salzdrüsen - Lexikon der Biologie - Spektrum.de, https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/salzdruesen/58274 32. Phänomen Kippflügel - Naturkundeverein Mannheim, https://naturkundeverein-mannheim.de/phaenomen-kippfluegel/ 33. Ostsee: An diesen Orten kann Möwenfüttern teuer werden - T-Online, https://www.t-online.de/leben/reisen/r…er-werden-.html 34. (PDF) Auswirkungen der Fütterung von Wasservögeln – eine, https://www.researchgate.net/publication/35…ungsmitteln_auf 35. Phänomen Kippflügel | aktion tier – Menschen für Tiere e.V., https://www.aktiontier.org/artikel/phaenomen-kippfluegel 36. Möwen orientieren sich bei der Nahrungssuche an Menschen, https://ethologisch.de/moewen-orienti…he-an-menschen/ 37. Möwen fliegen weg, wenn man sie anschreit, ergab eine Studie in, https://www.spiegel.de/wissenschaft/n…d6-c2dacc05246a 38. Abwehr gefrässiger Möwen: Imitation von Augen als Lösung?, https://umweltblog.ch/2026/04/17/moe…en-als-loesung/ 39. Tiere füttern verboten: Gesetze und Bußgeldkatalog 2026, https://www.bussgeldkatalog.org/tiere-fuettern/ 40. und Universitätsstadt Rostock zum Möwenfütterungsverbot, https://rathaus.rostock.de/sixcms/media.p…3_Aenderung.pdf 41. VO 30.04 - in der Hansestadt Stralsund, https://www.stralsund.de/export/shared/…_26.10.2020.pdf 42. Moin Marie – Fisch-Flaguettes & Fischbrötchen · Sellin auf Rügen, https://moin-marie.de/ 43. Die Welt der Ranen auf Rügen - Geschichte, Sagen ... - InselPuls.de, Die Welt der Ranen auf Rügen 44. Stralsund verbietet Möwen-Füttern – Geldstrafe droht - T-Online, https://www.t-online.de/leben/aktuelle…rafe-droht.html 45. Verstöße gegen das Naturschutzrecht / LK Vorpommern-Rügen Web, https://www.lk-vr.de/Kreisverwaltun…turschutzrecht/ 46. InselPuls.de: Startseite, https://inselpuls.de/ 47. RÜGEN ERLEBEN & AKTIVITÄTEN - InselPuls.de, RÜGEN ERLEBEN & AKTIVITÄTEN 48. Prof. dr hab. Jan Bednorz (1936–2013), https://wko.salamandra.org.pl/pobierz.php?id=58 49. Handbuch der Vögel Mitteleuropas - Band 1 - DOKUMEN.PUB, https://dokumen.pub/handbuch-der-v…pas-band-1.html 50. Inhaltsverzeichnis - Verein Sächsischer Ornithologen e. V., https://vso-web.de/wp-content/upl…er_20231228.pdf 51. Realer Irrsinn: Möwenvergrämung an der Uni Kiel | extra 3 | NDR,
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52. Entdecken: "Auswirkungen der Fütterung von Wasservögeln" Teil 2, https://www.hgon.de/entdecken/aktu…rvoegeln-teil-2

  • Möwen füttern
Ein fiktive Szenerie der Jaromarsburg von damals.

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