Dieses „Dazwischen“ halte ich auch für den sinnvollsten Weg. Gerade an der Jasmunder Kreideküste wird man Abbrüche kaum dauerhaft verhindern können – und sollte es aus Naturschutzsicht auch nicht überall versuchen. Anders sieht es bei Siedlungen, Wegen und der Infrastruktur rund um Sassnitz oder die Seebrücken aus: Dort braucht es regelmäßige Vermessung, Warnsysteme und klare Rückzugs- bzw. Sperrkonzepte nach starken Sturmhochwassern, statt jedes Mal nur nachträglich zu reparieren.
Sandaufspülungen können an touristisch wichtigen Stränden sicher helfen, sind aber eben keine dauerhafte Lösung und verändern mitunter den Sedimenthaushalt nebenan. Spannend fände ich deshalb eine Karte für Rügen, die Erosionsgeschwindigkeit, Schutzwürdigkeit und Nutzung zusammenführt: Wo wird gesichert, wo wird Sand bewegt, und wo darf die Küste ausdrücklich wandern?