Geheimtipps für ruhige Strände abseits der Touristenmassen

  • Hey Leute,

    ich bin auf der Suche nach versteckten Stränden, die nicht von Touristen überrannt werden. Wir kennen ja alle die typischen Hotspots, aber mich interessiert, wo ihr eure chilligsten Momente erlebt habt – vielleicht solche Orte, an denen man ungestört zocken oder einfach in Ruhe die Sonne genießen kann.

    Gerne mit ein paar Infos, ob der Strand auch für 'nen gemütlichen Ausflug mit dem Hund oder der Familie geeignet ist. Und falls ihr zufällig wisst, ob es dort coole Wassersportmöglichkeiten gibt, immer her mit den Tipps! Vielleicht kennt jemand auch einen coolen Spot, wo man ein bisschen FKK betreiben kann, ohne dass man ständig beobachtet wird.

    Freue mich auf eure Geheimtipps! 🏖️✨

    Cheers,
    Helios

  • Also, ich schmeiße mal den Namen „Lobber Ort“ in die Runde – klingt jetzt fast wie ein Elbenwald aus irgendeinem Fantasyroman, dabei ist das einfach einer dieser fast vergessenen Zipfel im Süden von Rügen, total unscheinbar zwischen Feldern und Bodden versteckt. Da verirrt sich wirklich selten jemand hin, außer vielleicht mal ’ne Möwe mit Fernweh oder ein Hund, der gerade Ferien von seinem Hundeleben macht. Zwei-, dreimal hab ich da schon einfach nur am Schilf gesessen, die Füße ins Wasser, und außer dem Wind war da... niemand.

    Ist jetzt vielleicht ne blöde Frage, aber wieso rennen eigentlich alle immer nur Richtung Ostseestrand bei Binz? Im Süden, besonders zwischen Zudar und Palmer Ort, findest du lange Abschnitte, wo du gefühlt den Horizont für dich allein hast. Der Sand ist da nicht ganz so postkartenweiß, eher so ein bisschen gröber, aber das Wasser? Meist spiegelglatt, mit Bodden-Feeling. Ideal, wenn du den Hund ohne Leine laufen lassen willst (die Einheimischen nicken freundlich, wenn’s niemanden stört) – und FKK interessiert da wirklich niemanden, außer vielleicht die Kraniche.

    Für Wassersport? Na ja, SUP geht immer, weil keine großen Wellen. Fürs Kiten oder Segeln brauchst du bisschen Ortskenntnis – aber der Bodden ist gnädig mit Neulingen. Und irgendwer hat dort sogar mal ein altes Tretboot zurückgelassen (ob das schwimmt?).

    Ein kleines Extra: Am Streckelsberg, eigentlich eher Usedom, aber ich riskier’s mal, gibt’s manchmal so Momente, wo der Wind nach Salz und wilder Waldluft riecht... und das Gefühl, den ganzen Strand geerbt zu haben, stellt sich ein. Die Mühe, ’n bisschen abseits zu laufen, zahlt sich da echt aus.

  • Die meisten latschen halt echt immer an die überfüllten Ostseestrände und lassen dabei die unfassbar schönen, unberührten Ecken zwischen den Buhnen links liegen. Ich schwöre, östlich von Ahrenshoop bis zum Darßer Ort hast du kilometerweit fast menschenleere Strände, wenn du bisschen laufen kannst! Da ist vor allem morgens absolut tote Hose, kannst FKK machen ohne Gaffer und die Hunde können frei rennen, weil einfach niemand da ist (außer vielleicht mal ’nem Reh im Dünengras). Wassersport? Klar – SUP oder Kajak ist dort genial, weil du keine Motorboote hast, die alles vollabgasen.

    Aber mal ehrlich, ich finde es schon irre, wieviel Müll man trotzdem auch an diesen „Geheimstränden“ findet. Letztes Jahr wieder ne halbe Plastiktüte voll Dreck eingesammelt… Sorry, aber wie kann man so schmerzfrei sein und seine Grillreste einfach liegenlassen?

  • Oha poet77 , Lobber Ort klingt total spannend – wusste gar nicht, dass es da noch solche „vergessenen Ecken“ gibt. Ehrlich gesagt hab ich immer ein bisschen Hemmungen, irgendwo einfach ins Blaue zu laufen, weil ich halt nicht weiß, wie zugänglich das dann ist oder ob man den Hund überall mitnehmen darf… 🤔

    Mal angenommen, ich will noch ein bisschen Schnorcheln oder SUP ausprobieren – meint ihr, sowas geht an solchen abgelegenen Stellen überhaupt, oder ist das meistens nur was für die großen Strände mit Verleih und Trubel? Bin mir da selbst unsicher, aber irgendwie reizt mich das ruhige Wasser abseits des Rummels schon sehr…

  • Wenn ihr eher auf der Suche nach ruhigen Abschnitten seid, würde ich euch empfehlen, den Nordwesten von Rügen mal unter die Lupe zu nehmen – besonders zwischen Dranske und dem Bug. Dieser Landstreifen ist so ’ne Art Halbinsel, die sich ganz sacht in die Ostsee schiebt. Kaum Infrastruktur, keine Buden… manchmal kommt da nur ein alter Fischer mit seinem Kutter vorbei. Der Sand ist nicht so sahnig wie in Binz, sondern eher grobkörnig und zwischen den Strandhaferbüscheln kannst du meist völlig ungestört auch mal textilfrei sein (ehrlich gesagt weiß ich aber gar nicht, ob das da „offiziell“ erlaubt ist – hab aber bisher niemanden erlebt, der sich dran stört).

    Mit Hund ist es da recht easy, weil einfach wenig los ist. Stand-Up-Paddling geht theoretisch auch ganz gut, du musst halt dein Board selber mitbringen – Verleihstationen sind da eher Fehlanzeige… Vielleicht etwas für Leute, die nicht auf jeden Komfort angewiesen sind und das Raue mögen. Bin mir auch nicht sicher, wie’s mit Strömungen ausschaut, aber das Wasser ist meist ziemlich ruhig. Ach ja, kleine Frage am Rande: Hat jemand Erfahrung mit Angeln dort oben? Die Fischer schnacken ja immer viel, aber ob das auch für Freizeitangler taugt…?

  • Kamen wir schon auf die Strände beim Ummanzer Wiek? Da ist echt niemand, außer paar Einheimischen, vielleicht auch mal n Schaf am Damm. Bin aber nicht sicher, wie es da mit Wassersport geht… SUP würd ich sagen ja, weil das Wasser so superflach is, aber Schnorcheln eher chillig als spektakulär (wenig los unter Wasser, halt Seegras und so). Hunde laufen da meistens frei rum, hab nie Schild „verboten“ gesehen.

    N bisschen tricky kann’s werden, parken is nicht direkt am Wasser – also Laufschuhe an. Wer’s wirklich einsam will: zwischen Tankow und Suhrendorf am späten Nachmittag, gefühlt bist du da am letzten Zipfel vor Hiddensee.

    FKK? Is da niemand, den’s juckt, interessiert eh keinen. Für Familien mit kleinen Kids okay, aber Spielplatz & Kiosk halt Fehlanzeige, Snacks selber mitschleppen nicht vergessen.

  • Es gibt sie ja schon, die wirklich stillen Orte – aber versucht mal, im Sommer ein paar Meter zu laufen, ohne dass euch ein Sabberköter oder ein kreischendes Kind den Weg abschneidet. Mein Tipp ist ja eher radikal: Vergesst diese „Insel-Romantik“, schnappt euch ein altes Fahrrad und düst nachts – ja, nachts! – quer durch die abgelegeneren Kliffabschnitte zwischen Mukran und Prora. Dort, wo der Hang halb abrutscht, wachsen manchmal diese spinnigen lila Disteln und keiner ist unterwegs, außer ein paar Maulwürfen und irgendwelchen einsamen Joggern, die scheinbar vor ihrem eigenen Leben weglaufen. Dort kann man sich sogar mal halb nackig machen, ohne dass gleich irgendein Instagram-Hampelmann im Schilf lungert. Wassersport? Klar, da ist keine Verleihbude, aber genau das ist ja der Witz – so’n aufblasbares Decathlon-Board passt sogar in meinen verbeulten Kofferraum neben die Cola-Dosen, die ich eigentlich wegwerfen sollte...

    Was ich mich manchmal frage: Haben wir vielleicht inzwischen ein total verschobenes Bild davon, was „ruhige Strände“ überhaupt sind? Vielleicht existiert diese völlige Einsamkeit gar nicht mehr. Oder wir sind einfach zu bequem, wirklich mal irgendwo offroad zu gehen, stattdessen posten wir unsere „Secret Spots“ gleich bei TikTok – und wundern uns dann, warum beim nächsten Mal alles wie ein Open-Air-Kindergeburtstag aussieht. Liegt’s wirklich an den Stränden oder sind einfach die Leute das Problem? Eure Meinungen dazu würden mich echt interessieren – naja, zumindest ein bisschen.

  • Je mehr man davon liest und teilt, desto seltener bleibt ein Ort wirklich geheim, oder? Trotzdem, die leeren Strände im morgendlichen Nebel bei Klein Zicker – südlich von Thiessow – haben für mich immer noch diesen Zauber. Um diese Uhrzeit begegnet man höchstens Fischern oder einem langen Schatten von einem Hund, der nach Treibholz sucht. Wassersport geht da super – Wind für Kiter, ruhige See für SUP oder einfach nur zum Denken und Treibenlassen. Ob nun FKK oder nicht, irgendwie ist dort jeder so mit sich selbst beschäftigt, dass niemand stört… 🌊

  • Bei den genannten Ecken würde ich noch Palmer Ort an der Südspitze von Zudar ergänzen. Der Weg ist je nach Ausgangspunkt etwas mühsam, aber genau das hält viele ab. Dort ist es eher Naturstrand mit Steinen und Treibholz als klassischer Bade-Sandstrand. Für SUP bei ruhigem Wetter ganz nett, einen Verleih oder sanitäre Anlagen gibt es natürlich nicht. Mit Hund bitte vorher die örtlichen Hinweisschilder beachten – gerade in Schutzgebieten und während der Badesaison gelten schnell andere Regeln, als man vom letzten Besuch kennt.

    Bei Klein Zicker und Thiessow finde ich den Tipp mit dem frühen Morgen gut. Tagsüber kann der Wind dort ordentlich auffrischen, und „ruhig“ heißt nicht automatisch badetauglich: Strömung, flache steinige Bereiche und wechselnde Wasserstände sollte man schon im Blick haben. Für Kiter ist der Spot nicht pauschal überall geeignet, weil Naturschutz- und Badebereiche zu beachten sind. Das Wasser bei der Having-Seite ist eher etwas für entspanntes Paddeln als fürs Schnorcheln.

    Beim Bug wäre ich etwas vorsichtig mit dem Begriff Geheimstrand. Große Teile liegen im Naturschutz- bzw. ehemaligen militärisch genutzten Bereich, und nicht jeder Trampelpfad darf betreten werden. Auch an den Steilufern zwischen Sassnitz und Lohme würde ich nachts keinesfalls mit dem Rad herumfahren – Abrutschungen, schlechte Sicht und gesperrte Abschnitte sind eine ziemlich ungünstige Kombination. Ein ruhiger Spaziergang auf freigegebenen Wegen ist dort deutlich vernünftiger.

    Praktischer Tipp für einen autofreien Ausflug: früh mit Bus oder Rad Richtung Thiessow/Klein Zicker und den Rückweg nicht zu knapp planen. Auf Wittow kann die Wittower Fähre außerdem eine schöne Verbindung sein, aber sie fährt nicht als durchgehender Ersatz für eine Straßenbrücke – bei Wind, Betriebsstörungen oder außerhalb der Saison sollte man den Fahrplan vorher prüfen.

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