Hiddensee ist eine autofreie, rund 16,8 Kilometer lange Ostseeinsel westlich von Rügen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Bekannt als das „Söte Länneken“ (süßes Ländchen), vereint sie dramatische Steilküsten im hügeligen Norden mit weiten Heidelandschaften, Sanddünen im Süden und einer traditionsreichen Vergangenheit als berühmte Künstler- und Literatenkolonie.
Einträge aus der Kategorie „Orte & Gemeinden“
Der Nationalpark Jasmund, gegründet 1990 im Rahmen des DDR-Nationalparkprogramms, ist der kleinste Nationalpark Deutschlands, aber von einzigartiger Schönheit. Er schützt die berühmte Kreideküste Rügens mit dem Königsstuhl sowie die angrenzenden, weitläufigen Buchenwälder. Diese Wälder sind so besonders, dass sie 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe "Alte Buchenwälder Deutschlands" ernannt wurden. Sie repräsentieren den Typ von Buchenwald, der einst weite Teile Mitteleuropas bedeckte.
Putbus, auch als "Weiße Stadt" oder "Rosenstadt" bekannt, ist die jüngste Stadt Rügens und ein einzigartiges städtebauliches Gesamtkunstwerk. Sie wurde ab 1810 von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus als Residenzstadt gegründet. Das Besondere an Putbus ist die streng klassizistische Architektur, bei der alle Gebäude in strahlendem Weiß gehalten sind und sich harmonisch in die umgebende Parklandschaft einfügen. Dieses einheitliche Stadtbild ist bis heute fast vollständig erhalten geblieben.
Sellin ist ein weiteres der berühmten Ostseebäder an Rügens Ostküste, bekannt für seine beeindruckende Seebrücke und die historische Wilhelmstraße. Diese prächtige Allee führt vom Hochufer steil hinab Richtung Hauptstrand und ist gesäumt von liebevoll restaurierten Villen im Stil der Bäderarchitektur. Am Ende der Straße thront die Seebrücke, die als eine der schönsten in ganz Deutschland gilt. Eine steile Treppe, die "Himmelsleiter", oder ein bequemer Aufzug führen hinunter zum Strand und zur Brücke.
Binz ist das größte und wohl bekannteste Seebad auf der Insel Rügen. Der Ort besticht durch seine einzigartige Bäderarchitektur mit prachtvollen, weißen Villen, die oft mit filigranen Holzbalkonen, Erkern und Türmchen verziert sind. Diese Bauten aus der Kaiserzeit säumen die kilometerlange Strandpromenade und verleihen Binz ein mondänes und elegantes Flair. Das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens ist der Kurplatz mit seinem Pavillon, umgeben von Cafés und Restaurants.
Kap Arkona ist der nördlichste Punkt der Insel Rügen und ein Ort von großer historischer und touristischer Bedeutung. Die bis zu 45 Meter hohe Steilküste aus Kreide und Geschiebemergel bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die Ostsee. Das Kap ist nicht nur ein beeindruckendes Naturdenkmal, sondern auch ein geschichtsträchtiger Ort, der seit Jahrhunderten Menschen anzieht und fasziniert. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel, das bequem zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Kap-Arkona-Bahn von Putgarten aus erreicht werden kann, da das Kap selbst für den privaten Autoverkehr gesperrt ist.
Neuste Lexikon-Einträge
Die Schmale Heide ist eine rund 9,5 Kilometer lange und etwa zwei Kilometer breite Nehrung auf Rügen. Als nacheiszeitliche Landbrücke verbindet sie die Halbinsel Jasmund mit der Granitz. Sie trennt die offene Ostsee (Prorer Wiek) vom Kleinen Jasmunder Bodden und beherbergt geschützte Dünen-, Heide- und Küstenwaldlandschaften.
Caspar David Friedrich (1774–1840) war der bedeutendste Landschaftsmaler der deutschen Frühromantik. Gebürtig in Greifswald, fand er auf der Insel Rügen seine prägendsten Bildmotive. Seine melancholisch-erhabenen Naturdarstellungen – insbesondere das weltberühmte Gemälde Kreidefelsen auf Rügen – machten die wilde Inselnatur zu einer zeitlosen Ikone der europäischen Kunstgeschichte.
Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz bilden mit sieben erhaltenen Megalithanlagen die größte und am besten erhaltene Konzentration neolithischer Grabbauten auf Rügen. Errichtet vor rund 5.000 Jahren durch frühe Ackerbauern der Trichterbecherkultur, dienten die monumentalen Findlingskonstruktionen als kollektive Bestattungsplätze und rituelle Kultstätten für Generationen.