Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz bilden mit sieben erhaltenen Megalithanlagen die größte und am besten erhaltene Konzentration neolithischer Grabbauten auf Rügen. Errichtet vor rund 5.000 Jahren durch frühe Ackerbauern der Trichterbecherkultur, dienten die monumentalen Findlingskonstruktionen als kollektive Bestattungsplätze und rituelle Kultstätten für Generationen.
Einträge aus der Kategorie „Geschichte & Kultur“
Die Bäderarchitektur bezeichnet ein repräsentatives architektonisches Stilensemble des Historismus und Jugendstils, das zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg in den Seebädern der Ostseeküste entstand. Charakteristisch sind zwei- bis viergeschossige Villen mit strahlend weißen Fassaden, weit vorkragenden Holzbalkonen, filigranen Schnitzereien, Ecktürmchen und verglasten Loggien für Sommergäste.
Svantevit (auch Swantewit) war die vierköpfige oberste Gottheit der westslawischen Ranen auf Rügen. Als Gott des Krieges, der Fruchtbarkeit und des Orakelwesens stand sein monumentales Heiligtum in der Jaromarsburg am Kap Arkona, das bis zur dänischen Zerstörung 1168 das religiöse und politische Zentrum der heidnischen Slawen an der Ostsee bildete.
Die Sassnitzer Hafenfesttage sind eines der größten und beliebtesten Volksfeste auf der Insel Rügen und ziehen jedes Jahr im Juli tausende Einheimische und Touristen an. Über ein ganzes Wochenende verwandelt sich der Stadthafen von Sassnitz in eine bunte Festmeile mit einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie. Das Fest feiert die maritime Tradition der Stadt und ihre enge Verbindung zur Seefahrt und Fischerei.
Das Fischbrötchen ist der kulinarische Klassiker und der wohl beliebteste Imbiss an der gesamten Ostseeküste und somit auch auf Rügen. Es verkörpert wie kaum ein anderes Gericht die maritime Lebensart der Region. Ein authentisches Fischbrötchen besteht aus einem frischen, knusprigen Brötchen, das je nach Geschmack mit verschiedenen Fischsorten belegt und oft mit Zwiebeln, Salat und einer Remouladensoße verfeinert wird.
Die Hünengräber oder Megalithgräber sind die ältesten erhaltenen Baudenkmäler auf der Insel Rügen. Sie stammen aus der Jungsteinzeit (Neolithikum), etwa aus der Zeit zwischen 3.500 und 2.800 v. Chr., und wurden von den Menschen der sogenannten Trichterbecherkultur errichtet. Diese monumentalen Grabanlagen bestehen aus riesigen, unbehauenen Findlingen (Megalithen), die während der letzten Eiszeit auf die Insel transportiert wurden.
Reetdachhäuser sind ein prägendes Element der traditionellen Architektur in vielen Küstenregionen Norddeutschlands und auf Rügen allgegenwärtig. Das Dachdecken mit Reet (Schilfrohr) ist ein jahrhundertealtes Handwerk, das bis heute gepflegt wird. Reet war ein lokal verfügbarer, günstiger und zugleich äußerst widerstandsfähiger Baustoff. Die dicken Reetdächer bieten im Sommer eine hervorragende Isolierung gegen Hitze und im Winter gegen Kälte.
Sanddorn wird oft als die "Zitrone des Nordens" bezeichnet und ist eine der charakteristischsten Pflanzen der Küstenregionen. Die dornigen Sträucher mit ihren leuchtend orange-roten Beeren wachsen wild auf den Dünen und sandigen Böden Rügens und sind perfekt an die rauen Bedingungen angepasst. Ernte der kleinen Beeren ist aufgrund der Dornen sehr mühsam und erfolgt meist im Spätsommer und Herbst.
Die Störtebeker Festspiele sind Deutschlands erfolgreichstes Open-Air-Theater und ein absolutes Highlight im Rügener Sommer. Auf der einzigartigen Naturbühne in Ralswiek am Großen Jasmunder Bodden werden seit 1993 die Abenteuer des legendären Seeräubers Klaus Störtebeker aufgeführt. Jedes Jahr wird eine neue Episode aus seinem Leben mit hunderten Mitwirkenden, über 30 Pferden, historischen Schiffen und spektakulären Stunts und Pyrotechnik inszeniert.
Neuste Lexikon-Einträge
Die Schmale Heide ist eine rund 9,5 Kilometer lange und etwa zwei Kilometer breite Nehrung auf Rügen. Als nacheiszeitliche Landbrücke verbindet sie die Halbinsel Jasmund mit der Granitz. Sie trennt die offene Ostsee (Prorer Wiek) vom Kleinen Jasmunder Bodden und beherbergt geschützte Dünen-, Heide- und Küstenwaldlandschaften.
Caspar David Friedrich (1774–1840) war der bedeutendste Landschaftsmaler der deutschen Frühromantik. Gebürtig in Greifswald, fand er auf der Insel Rügen seine prägendsten Bildmotive. Seine melancholisch-erhabenen Naturdarstellungen – insbesondere das weltberühmte Gemälde Kreidefelsen auf Rügen – machten die wilde Inselnatur zu einer zeitlosen Ikone der europäischen Kunstgeschichte.
Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz bilden mit sieben erhaltenen Megalithanlagen die größte und am besten erhaltene Konzentration neolithischer Grabbauten auf Rügen. Errichtet vor rund 5.000 Jahren durch frühe Ackerbauern der Trichterbecherkultur, dienten die monumentalen Findlingskonstruktionen als kollektive Bestattungsplätze und rituelle Kultstätten für Generationen.