Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz bilden mit sieben erhaltenen Megalithanlagen die größte und am besten erhaltene Konzentration neolithischer Grabbauten auf Rügen. Errichtet vor rund 5.000 Jahren durch frühe Ackerbauern der Trichterbecherkultur, dienten die monumentalen Findlingskonstruktionen als kollektive Bestattungsplätze und rituelle Kultstätten für Generationen.
Einträge aus der Kategorie „Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele“
Der Rügen-Markt in Thiessow auf der Halbinsel Mönchgut ist ein besonderer Bauern- und Erlebnismarkt, der von Mai bis Oktober stattfindet. Er hat sich dem Motto "regional, original, saisonal" verschrieben und bietet eine Plattform für Erzeuger, Handwerker und Künstler direkt von der Insel und aus der unmittelbaren Umgebung. Hier können Besucher die authentischen Produkte und die kulinarische Vielfalt Rügens entdecken und direkt mit den Herstellern ins Gespräch kommen.
Schloss Spyker, im Nordosten der Insel in der Gemeinde Glowe gelegen, ist das älteste erhaltene Profanbauwerk (weltliches Gebäude) auf Rügen. Der ursprüngliche Bau geht auf das 14. Jahrhundert zurück, sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss jedoch nach dem Dreißigjährigen Krieg, als Rügen an Schweden fiel. Der schwedische Feldmarschall Carl Gustav von Wrangel ließ es in den Jahren um 1650 zu einem Renaissanceschloss umbauen.
Das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker auf der Halbinsel Mönchgut ist eines der ältesten und am besten erhaltenen historischen Wohngebäude auf der Insel Rügen. Es wurde 1720 erbaut und diente, wie der Name schon sagt, als Wohnsitz für die Witwen der örtlichen Pastoren. Das malerische, reetgedeckte Fachwerkhaus ist ein eindrucksvolles Zeugnis der ländlichen Bau- und Lebensweise des 18. Jahrhunderts.
Die Wissower Klinken waren einst eine der markantesten und berühmtesten Kreideformationen an der Jasmunder Küste, östlich von Sassnitz. Sie bestanden aus zwei beeindruckenden Hauptzinnen, die wie filigrane Spitzen aus der Steilküste ragten und ein beliebtes Postkartenmotiv darstellten. Lange Zeit galten sie als das direkte Vorbild für Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde "Kreidefelsen auf Rügen".
Das Vilmschwimmen ist eine traditionsreiche und beliebte Breitensportveranstaltung, die jährlich im Sommer stattfindet. Dabei durchqueren hunderte von Schwimmern die Strecke von der kleinen Insel Vilm bis zum Strand des nahegelegenen Ortes Lauterbach im Putbusser Ortsteil. Die Distanz beträgt etwa 2.500 Meter und führt durch das offene Wasser des Greifswalder Boddens.
Die Hünengräber oder Megalithgräber sind die ältesten erhaltenen Baudenkmäler auf der Insel Rügen. Sie stammen aus der Jungsteinzeit (Neolithikum), etwa aus der Zeit zwischen 3.500 und 2.800 v. Chr., und wurden von den Menschen der sogenannten Trichterbecherkultur errichtet. Diese monumentalen Grabanlagen bestehen aus riesigen, unbehauenen Findlingen (Megalithen), die während der letzten Eiszeit auf die Insel transportiert wurden.
Die Bodden sind eine charakteristische Landschaftsform für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns und prägen insbesondere die Insel Rügen. Es handelt sich um flache, buchtenartige Küstengewässer, die durch Landzungen, sogenannte Nehrungen, nur durch schmale Öffnungen von der offenen Ostsee getrennt sind. Dadurch sind sie sehr seicht, haben einen geringeren Salzgehalt als die Ostsee und erwärmen sich im Sommer schneller. Ihr Wasser ist oft bräunlich gefärbt, was auf den hohen Anteil an Huminstoffen aus den umliegenden Mooren zurückzuführen ist.
Prora ist einer der ambivalentesten und monumentalsten Orte auf Rügen. Hier, an der Bucht Prorer Wiek zwischen Sassnitz und Binz, steht der "Koloss von Rügen", ein gigantischer, 4,5 Kilometer langer Gebäudekomplex, der zwischen 1936 und 1939 von der nationalsozialistischen Organisation "Kraft durch Freude" (KdF) erbaut wurde. Geplant war ein Seebad für 20.000 Menschen, das als Propagandaprojekt die Volksgemeinschaft inszenieren sollte. Durch den Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Bau jedoch nie vollendet und als Ferienanlage genutzt.
Hiddensee ist eine autofreie, rund 16,8 Kilometer lange Ostseeinsel westlich von Rügen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Bekannt als das „Söte Länneken“ (süßes Ländchen), vereint sie dramatische Steilküsten im hügeligen Norden mit weiten Heidelandschaften, Sanddünen im Süden und einer traditionsreichen Vergangenheit als berühmte Künstler- und Literatenkolonie.
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Die Schmale Heide ist eine rund 9,5 Kilometer lange und etwa zwei Kilometer breite Nehrung auf Rügen. Als nacheiszeitliche Landbrücke verbindet sie die Halbinsel Jasmund mit der Granitz. Sie trennt die offene Ostsee (Prorer Wiek) vom Kleinen Jasmunder Bodden und beherbergt geschützte Dünen-, Heide- und Küstenwaldlandschaften.
Caspar David Friedrich (1774–1840) war der bedeutendste Landschaftsmaler der deutschen Frühromantik. Gebürtig in Greifswald, fand er auf der Insel Rügen seine prägendsten Bildmotive. Seine melancholisch-erhabenen Naturdarstellungen – insbesondere das weltberühmte Gemälde Kreidefelsen auf Rügen – machten die wilde Inselnatur zu einer zeitlosen Ikone der europäischen Kunstgeschichte.
Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz bilden mit sieben erhaltenen Megalithanlagen die größte und am besten erhaltene Konzentration neolithischer Grabbauten auf Rügen. Errichtet vor rund 5.000 Jahren durch frühe Ackerbauern der Trichterbecherkultur, dienten die monumentalen Findlingskonstruktionen als kollektive Bestattungsplätze und rituelle Kultstätten für Generationen.