• Bernstein, auch als "Gold der Ostsee" bekannt, ist fossiles Baumharz, das vor Millionen von Jahren von Nadelbäumen der urzeitlichen Wälder Skandinaviens abgesondert wurde. Durch geologische Prozesse gelangte das Harz ins Meer und wurde über die Zeit zu Bernstein versteinert. An den Küsten Rügens, insbesondere nach stürmischen Tagen im Herbst und Winter, wird das leichte Material vom Meeresboden aufgewühlt und an die Strände gespült.

    Das Suchen nach Bernstein ist für viele Einheimische und Urlauber eine beliebte und meditative Beschäftigung. Die besten Chancen hat man, wenn man zwischen dem angespülten Treibgut, den Algen und kleinen Hölzern sucht, da der Bernstein eine ähnliche Dichte hat und sich oft dazwischen verbirgt. Die Farben des Rügener Bernsteins variieren von hellgelb über honigfarben bis hin zu rötlich-braun. Besonders wertvoll sind Stücke mit Einschlüssen, sogenannten Inklusen, wie kleinen Insekten oder Pflanzenteilen.

    In vielen Orten auf Rügen, wie in Sellin oder Göhren, gibt es Bernsteinmuseen und Werkstätten, in denen man mehr über die Entstehung und Verarbeitung des fossilen Harzes erfahren kann. Hier wird der gefundene Rohbernstein geschliffen, poliert und zu wunderschönen Schmuckstücken verarbeitet. Der Kauf eines solchen Schmuckstücks ist ein beliebtes Souvenir und eine bleibende Erinnerung an den Urlaub auf der Insel.

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