Sie betrachten gerade eine ältere Version des Eintrags. Klicken Sie hier, um zur aktuellen Version zu gelangen.

  • Die Bodden sind eine charakteristische Landschaftsform für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns und prägen insbesondere die Insel Rügen. Es handelt sich um flache, buchtenartige Küstengewässer, die durch Landzungen, sogenannte Nehrungen, nur durch schmale Öffnungen von der offenen Ostsee getrennt sind. Dadurch sind sie sehr seicht, haben einen geringeren Salzgehalt als die Ostsee und erwärmen sich im Sommer schneller. Ihr Wasser ist oft bräunlich gefärbt, was auf den hohen Anteil an Huminstoffen aus den umliegenden Mooren zurückzuführen ist.

    Jasmunder Bodden (Bild ist KI-generiert)
    Jasmunder Bodden (KI-generiert)

    Rügen ist von einer Kette solcher Bodden umgeben, die die Insel tief zergliedern und eine einzigartige Küstenlinie schaffen. Zu den bekanntesten gehören der Große und Kleine Jasmunder Bodden, der Greifswalder Bodden im Süden sowie die Rügenschen Binnenbodden im Westen. Diese Gewässer sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch ökologisch von großer Bedeutung. Ihre ausgedehnten Schilfgürtel und Seegraswiesen sind wichtige Laichgebiete für Fische wie Hecht und Zander und bieten unzähligen Vogelarten Lebensraum und Nahrung.

    Die Bodden sind ein Paradies für Wassersportler. Segler, Surfer und Kitesurfer schätzen die meist ruhigeren Bedingungen im Vergleich zur offenen See. Auch für Angler sind die fischreichen Gewässer ein beliebtes Revier. Entlang der Ufer führen zahlreiche Rad- und Wanderwege, die immer wieder neue, malerische Ausblicke auf die stille Wasserlandschaft freigeben. Die kleinen, verträumten Fischerdörfer an den Boddenufern haben sich oft einen sehr ursprünglichen Charme bewahrt.

Derzeit sind keine Bewertungen für diesen Eintrag vorhanden.

Teilen

Neuste Lexikon-Einträge

15. Oktober 2026 um 03:15
0
15. Oktober 2026 um 03:07
0
15. Oktober 2026 um 01:34
0